Der Bloomberg Commodity Index hat seinen Aufwärtstrend fortgesetzt und mit rund 380 Punkten den höchsten Stand seit Ende September 2014 erreicht. Zuletzt zogen vor allem die Preise für Zucker, Weizen und Soja an. Dabei spielten zum einen ungünstige Ernteaussichten eine Rolle. Zum anderen hat China signalisiert, die Importe von US-Soja erhöhen zu wollen. Die stärksten Performer im Universum des Bloomberg Commodity Index bleiben Brent (+22% seit Jahresbeginn) und WTI (+20%). Das Schlusslicht bleibt weiterhin Zucker (-19%).
Nachdem der Bloomberg Commodity Index Ende letzter Woche mit gut 375 Punkten ein neues 3,5-Jahreshoch markiert hatte, tendierten die Rohstoffe in dieser Woche in der Summe seitwärts. Zuletzt konnten vor allem Energierohstoffe weiter zulegen. Edelmetalle tendierten dagegen relativ schwach. Der Preis für die Feinunze Gold rutschte sogar wieder unter die Marke von 1.300 USD. Hier sorgte vor allem der Anstieg der US-Renditen (10jährige Treasuries deutlich über 3%) für Gegenwind.
Seit Jahresbeginn liegen unter den wichtigsten Rohstoffen weiterhin vor allem Brent
Seit Ende Januar pendelten die Kurse des gelben Edelmetalls richtungslos seitwärts. Begrenzt wurde diese Konsolidierung mit den Widerständen um das Jahreshoch bei 1.365 und dem Unterstützungsbereich zwischen 1.315 und 1.300. Dort befanden sich bedeutende Unterstützungen, wie die 200-Tage-Linie und wichtige Marktwendepunkte. Steigende US-Zinsen und ein steigender Greenback beflügelten die Goldbären in der letzten Börsenwoche. Durch starke Verkäufe wurde die untere Begrenzung der Trading Range dynamisch unterschritten. Somit wurde ein mittelfristiges Verkaufssignal generiert.
Der Ölpreis hat in den letzten Tagen das höchste Niveau seit November 2014 erreicht. Der letzte Schub wurde durch die Ankündigung der USA ausgelöst, aus dem Atomabkommen mit dem Iran auszusteigen. Seit der Aufhebung westlicher Sanktionen gegen den Iran Anfang 2016 hat der Output der Islamischen Republik um ca. 1 mbpd auf zuletzt 3,75 mbpd zugenommen. Die Exporte kletterten sogar um 1,2 mbpd auf zuletzt 2,5 mbpd. Die direkten Auswirkungen von USSanktionen gegen Iran dürften sich am Ölmarkt vorerst in Grenzen halten, da die USA kaum Öl aus dem Iran importieren.
Das Beratungsunternehmen Asia Europa Clean Energy rechnet damit, dass China dieses Jahr neue Kapazitäten in Höhe von 40 bis 45 GW installieren wird. In 2017 waren es noch 53 GW, doch zwischenzeitlich hat die Regierung einige Subventionen gestrichen, die im Jahr 2017 dazu beigetragen haben die Kapazität zu erhöhen. China hat im ersten Quartal 2018 9,65 GW neuer Solarzellenkapazität geschaffen. Laut Chinas National Energy Administration entspricht dies einem Anstieg von 22%. GTM Research geht wiederum davon aus, dass die globale Kapazität um 11% auf 104 GW steigen wird. Obwohl die Silbermenge pro Solarzelle im Zuge von Metalleinsparung abnimmt, sollte die Silbernachfrage seitens der Photovoltaik-Industrie dieses Jahr steigen.
Nach einer Daumenregel liegt das jährliche Wachstum der Ölnachfrage ca. zwei Prozentpunkte unter dem Weltwirtschafts-wachstum. Da das Welt-BIP in diesem Jahr rund 3,8% zulegen dürfte, sollte die Ölnachfrage 2018 mindestens um 1,5% oder 1,5 mbpd ansteigen. Zum Jahresende dürfte die weltweite Ölnachfrage damit erstmals die Marke von 100 mbpd erreichen. Die Ausweitung der Ölförderung in den USA wird vor dem Hintergrund des sehr stark gedrosselten Outputs der OPEC allerdings nicht ausreichen, um die steigende Ölnachfrage zu decken. Und das bedeutet: Der Ölpreis wird weiter steigen!
Der Grund für die ungleiche Preisperformance von Öl und Platin, findet sich in der unterschiedlichen Nachfrageentwicklung. So stieg die Ölnachfrage in 2017 um 2,3%, während die Nachfrage nach Platin um 3,8% fiel. Die Platinnachfrage dürfte 2017 jedoch ihren Tiefpunkt erreicht haben. Dafür spricht der Anstieg von Diesel-Katalysatoren in Nutzfahrzeugen, die den geringeren Absatz von PKWs wettmachen, sowie die erwartete steigende Nachfrage der Industrie und von Schmuckhersteller.
Gestern haben die Unternehmen Sphinx Resources Inc., Canada Strategic Metals Inc. und Matamec Explorations Inc. bekanntgegeben, dass Canada Strategic und Matamec ein neues Goldexplorationsunternehmen im Rahmen eines gemeinsamen Geschäftszusammenschlusses gründen werden. Dieses soll den Namen Quebec Precious Metals Corporation (QPM) tragen. Des Weiteren wird Canada Strategic in dieser Verbindung drei Goldprojekte von Sphinx erwerben. Dieses Unternehmen soll im Eeyou-Istchee-James-Bay-Gebiet in Quebec tätig werden.
Ungewöhnlicherweise geschah dies, als Silber seitwärts handelte und weder signifikant stieg noch fiel. Die Erwartung tieferer Silberpreise könnte verfrüht sein, denn der Silberpreis hat keine Unterstützungslinie durchbrochen. Das bisherige Rekordniveau der spekulativen Nettoleerverkäufe lag bei -51 Mio. Unzen im Juli 1997, gegen Ende des letzten Bearmarkets dem eine deutliche Preiserholung folgte. Im Februar 1998 gab Warren Buffet bekannt, dass Berkshire Hathaway seit Juli 1997 129,7 Mio. Unzen Silber gekauft hatte, was zweifelsohne zum Preisanstieg beigetragen hatte. Andere Fälle, in denen bedeutende Investoren eine Nettoshortposition eingingen, folgten eher moderatere Preisanstiege.
Die Goldprämie gegenüber Platin bleibt in der Nähe ihres Allzeithochs von 432 $/oz, das am 4. April erreicht wurde. Doch allein betrachtet ist dies kein starkes Turnaround-Signal. Die Goldprämie fiel Anfang letzter Woche bis auf 397 $/oz, doch bei Handelsschluss am Mittwoch lag sie bereits wieder bei 432 $/oz. Relativ gesehen ist Platin demnach sehr günstig, denn der 20-Jahresdurchschnitt liegt bei 200 $/oz. Dieses Niveau könnte nur der jüngste Tiefpunkt einer sich verändernden Wahrnehmung des Platinwerts im Vergleich zu Gold sein: Bis vor kurzem lag die Prämie seit Ende 2015 im Bereich von 200-350 $/oz.
Alle Kleinmetalle sind kurz vor dem Osterwochenende in die Höhe geklettert, wobei Rhodium, Ruthenium und Iridium legten im Verlauf der Woche um 70$, bzw. 5$ und 5$ zu. Die letzte Woche war wiederum sehr ruhig, bis sich am Freitag alle drei Metalle in Bewegung setzen. Die wöchentliche Veränderung entsprach dabei der Bewegung von Freitag. Die Rhodium ETF Bestände reduzierten sich am Dienstag um weitere 4% und sind damit seit Jahresanfang um 23% gefallen, da Investoren testen, wie viel Gewinn sie realisieren können.
Nachdem Trump nun den ersten Schuss im eventuell drohenden großen Handelskrieg abgegeben hat, könnte die Unsicherheit hinsichtlich der Wirtschaftspolitik ansteigen, so dass Gold gegenüber Silber weiterhin bevorzugt wird. Die globale wirtschaftspolitische Unsicherheit ist seit längerem gestiegen und der entsprechende Index erreichte sowohl in 2016 als auch in 2017 neue Rekordstände. Die Gesamtnachfrage nach Silber muss relativ schwach sein, wenn es sich schlechter als Gold entwickelt hat, obwohl der Index zur wirtschaftspolitischen Unsicherheit von seinem Höchststand in 2017 wieder heruntergekommen ist und sich das Aktien-Anleihe Verhältnis auf einem Rekordniveau befindet.
Der Goldpreis sprang in der letzten Woche um 2,49% in die Höhe. Zuletzt gelang ein vergleichbarer Anstieg im August 2017. Der Goldminenmarkt in Gestalt des NYSE Arca Gold Bugs Index zeigte nach einer wochenlangen Hängepartie mit 3,33% lediglich den höchsten Wochengewinn seit Mitte Februar. Seit über einem Jahr kommt der Sektor unterm Strich nicht vom Fleck. Besonders mittel- und langfristige Investoren wenden sich reihenweise ab. Ein Fehler?
Bei einem Wachstum des PKW Absatzes um 3% entspricht dies einem Zuwachs von 741.500 Fahrzeugen. Damit steigt die Gesamtmenge auf 25,5 Millionen PKW. Doch 75% dieses Wachstums basiert auf Fahrzeugen mit PGM-beladenen Abgaskatalysatoren. Ein Anstieg von 40% bei alternativ betriebenen Fahrzeugen entspricht 231.600 Fahrzeugen, von denen geschätzt 187.200 batteriebetrieben und 44.400 "plug-in" Hybrids wären. Der verbleibende Teil des Zuwachses von 509.900 Fahrzeugen wären damit herkömmliche Benziner. Auf mittlere Sicht werden jedoch Chinas Bemühungen die NEV Verkaufszahlen auf 2 Mio. Fahrzeuge in 2020 auszudehnen und die weitere rasante Ausweitung ab 2020 dazu führen, dass das Defizit im Palladiummarkt abnimmt und damit der Preis nach oben gedeckelt wird.
Gemessen an den Ursprungswerten hat sich die gesamtwirtschaftliche Energieproduktivität im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt. Sie bewegt sich damit aber, ebenso wie der temperaturbereinigte Wert, noch immer deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 1,8%. Der Verbrauch der einzelnen Energieträger entwickelte sich im Jahr 2017 sehr unterschiedlich. Bei den erneuerbaren Energien, Erdgas und Mineralöl war ein teilweise deutlicher Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen: Erneuerbare Energien +6,1%,
Erdgas +6,2%, Mineralöl +2,7%. Der Verbrauch von Braunkohle und sonstigen Energieträgern blieb mit -0,6% bzw. -0,8% nahezu stabil. Die Nutzung von Kernenergie und Steinkohle war mit -9,8% bzw. -11,3% stark rückläufig.