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Commodities Weekly: Marktkommentar

20.02.2015  |  Frank Schallenberger (LBBW)
Strategie:

Während die Aktienmärkte von einem Rekord zum anderen eilen, versuchen sich die Rohstoffmärkte weiterhin an einer Bodenbildung. Alleine seit Anfang 2012 ging es für den DAX um rund 90% nach oben, dagegen gaben die Rohstoffe - gemessen am Bloomberg Commodity Index (ER) - etwa 30% nach. Dass die Rohstoffe demnächst von diesem relativ niedrigen Niveau aus wieder nach oben tendieren könnten, ist nicht unwahrscheinlich. Zum einen garantiert das relativ solide Weltwirtschaftswachstum eine weiter zunehmende Rohstoffnachfrage. Zum anderen sorgt das niedrige Preisniveau für Investitionskürzungen im Energiesektor und bei Minenunternehmen. Hier lässt bereits der nächste Schweinezyklus grüßen…


Performance:

Die wichtigsten Rohstoff-Indizes haben sich zuletzt kaum bewegt. Stärkere Preisausschläge gab es vor allem bei Natural Gas und Heating Oil, die aufgrund einer verstärkten Nachfrage vor dem Hintergrund der Kältewelle in den USA nach oben tendierten.


Energie:

Die Ölpreise haben sich in den letzten Wochen deutlich von ihren Tiefständen gelöst. Dated Brent legte, ausgehend von seinem Sechsjahrestief von 46,03 USD/bbl, knapp 35% auf zwischenzeitlich über 62 USD/bbl zu. Neben geopolitischen Themen - Libyen fällt derzeit als Exporteur wieder aus - blicken die Marktteilnehmer derzeit vor allem auf die US Rig Counts, die als Indikator für eine Eindämmung der US-Ölproduktion gesehen werden. Die Erholung des Ölpreises dürfte jedoch allmählich auslaufen, weil sich die Fundamentals nur wenig geändert haben. So dauert es noch eine Weile, bis die US-Förderung tatsächlich spürbar sinken wird. Und auch das OPEC-Ölangebot bleibt weiter hoch.


Edelmetalle:

Das chinesische Neujahrsfest, Verkäufe auf dem Terminmarkt und die Aussicht auf einen Kompromiss zwischen EU und Griechenland drückten den Goldpreis auf das Niveau von 1.200 USD.


Basismetalle:

Angesichts fehlender Impulse aus China, das derzeit sein Neujahrsfest feiert, blieb es auch an den Metallmärkten in der Berichtswoche vergleichsweise ruhig. Der Zinkpreise konnte sich im bisherigen Jahresverlauf genau wie im Vorjahr aufgrund positiver Fundamentaldaten verhältnismäßig gut behauptet.


© Dr. Frank Schallenberger
Commodity Analyst

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart



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