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Ölpreise steigen nach israelischen Angriffen auf den Libanon

08:00 Uhr  |  Redaktion
Die Rohölpreise sind zu Beginn des asiatischen Handels am Montag stark gestiegen und haben die Verluste vom Ende der vergangenen Woche fast vollständig wettgemacht, berichtet Reuters. Grund für den Preissprung sind erneute israelische Luftangriffe auf die Region Beirut am Sonntag. Diese Attacken erfolgten trotz eines am 3. Juni in Washington ausgehandelnten Waffenstillstands zwischen den beiden Ländern und schürten am Markt neue Sorgen über eine weitere Eskalation.

Die Notierung für die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte im frühen Handel um 2,57 Dollar auf 93,11 Dollar je Barrel. Gleichzeitig stieg der Preis für die Nordseesorte Brent um 2,67 Dollar und lag bei 95,76 Dollar je Barrel. Damit reagierten die Händler auf die schwindende Hoffnung auf eine baldige Beruhigung des Konflikts, nachdem die Preise am Freitag wegen diplomatischer Annäherungsversuche zwischen den USA und dem Iran noch nachgegeben hatten.

Die erneuten Kämpfe erschweren die laufenden Verhandlungen über ein Friedensabkommen zwischen Washington und Teheran erheblich, da der Iran einen dauerhaften Waffenstillstand im Libanon zur Bedingung für eine Einigung macht. Zudem blockiert der Iran weiterhin den Großteil des Schiffsverkehrs durch die strategisch wichtige Straße von Hormus, einen der weltweit wichtigsten Seewege für Rohöl. Zwar feuerte der Iran als Reaktion auf die Angriffe in Beirut Raketen auf Israel ab, US-Präsident Donald Trump betonte jedoch, dass ein umfassendes Abkommen weiterhin in Reichweite sei und er Israel von weiteren Vergeltungsmaßnahmen abhalten wolle.

Um der anhaltenden Versorgungskrise entgegenzuwirken, hat das Ölbündnis OPEC+ am Sonntag die vierte Produktionserhöhung innerhalb von vier Monaten beschlossen. Marktanalysten betonen jedoch, dass diese Maßnahme kaum physische Auswirkungen auf den Markt haben wird. Die meisten Mitgliedsstaaten können ihre Förderziele derzeit ohnehin nicht erreichen – sei es aufgrund der Blockade an der Straße von Hormus oder wegen anhaltender Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur.


© Redaktion RohstoffWelt.de


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