• Freitag, 05 Juni 2026
  • 09:21 Frankfurt
  • 08:21 London
  • 03:21 New York
  • 03:21 Toronto
  • 00:21 Vancouver
  • 17:21 Sydney

Ölpreis kaum verändert wegen Unsicherheit über Friedensabkommen zwischen USA und Iran

08:00 Uhr  |  Redaktion
Die Rohölpreise haben sich am Freitag nach deutlichen Verlusten am Vortag kaum verändert, berichtet Reuters. Die Aussichten auf ein baldiges Ende des US-israelischen Konflikts mit dem Iran haben sich merklich verschlechtert, nachdem die Hisbollah-Miliz einen neuen Waffenstillstandsvorschlag für den Libanon abgelehnt hat. Brent-Rohöl verzeichnete einen minimalen Rückgang auf 95,24 US-Dollar je Barrel, während die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) leicht auf 92,94 US-Dollar nachgab.

Trotz der aktuellen Stagnation steuern beide wichtigen Ölsorten auf ihren ersten Wochengewinn seit drei Wochen zu, wobei WTI im Laufe der Woche um mehr als sechs Prozent zulegen konnte. Die Preise wurden in den vergangenen Tagen durch das Aufflammen von Kämpfen im Nahen Osten und die schleppenden Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran angetrieben. Zudem bleibt der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus – eine der weltweit wichtigsten Routen für den Öltransport – stark eingeschränkt.

Politischer Hintergrund der Marktreaktion ist, dass der Iran einen Waffenstillstand im Libanon zur Bedingung für ein umfassenderes Friedensabkommen mit Washington gemacht hat. Die Ablehnung des von den USA vermittelten Abkommens durch Hisbollah-Chef Naim Qassem dämpfte somit die diplomatischen Hoffnungen, obwohl US-Präsident Donald Trump zuvor noch Optimismus bezüglich Fortschritten zwischen Israel und dem Libanon geäußert hatte. Marktanalysten betonen daher, dass positive Erwartungen derzeit durch ein unüberschaubares Geflecht gegensätzlicher Schlagzeilen überschattet werden.

Für zusätzliche Unruhe sorgt die fundamentale Angebotslage auf dem Weltmarkt, da Analysten vor schnell schrumpfenden weltweiten Ölbeständen und möglichen Preisspitzen im dritten Quartal warnen. Verschärft wird die Situation durch eine gemeldete Explosion am omanischen Mina al Fahal-Terminal nach einem mutmaßlichen Drohnenangriff, woraufhin die Ölverladungen dort vorerst ausgesetzt wurden. Die OPEC hält unterdessen ungeachtet der regionalen Konflikte an ihrer Prognose für ein weltweites Nachfragewachstum von 1,2 Millionen Barrel pro Tag in diesem Jahr fest.


© Redaktion RohstoffWelt.de


Bewerten 
A A A
PDF Versenden Drucken

Für den Inhalt des Beitrages ist allein der Autor verantwortlich bzw. die aufgeführte Quelle. Bild- oder Filmrechte liegen beim Autor/Quelle bzw. bei der vom ihm benannten Quelle. Bei Übersetzungen können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Der vertretene Standpunkt eines Autors spiegelt generell nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers wieder. Mittels der Veröffentlichung will dieser lediglich ein pluralistisches Meinungsbild darstellen. Direkte oder indirekte Aussagen in einem Beitrag stellen keinerlei Aufforderung zum Kauf-/Verkauf von Wertpapieren dar. Wir wehren uns gegen jede Form von Hass, Diskriminierung und Verletzung der Menschenwürde. Beachten Sie bitte auch unsere AGB/Disclaimer!



© 2007 - 2026 Rohstoff-Welt.de ist ein Mitglied der GoldSeiten Mediengruppe
Es wird keinerlei Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen! Alle Angaben ohne Gewähr!
Kursdaten: Data Supplied by BSB-Software.de (mind. 15 min zeitverzögert)