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Ölpreis verzeichnet weitere Verluste, nachdem Trump geplante Angriffe auf den Iran absagt

08:00 Uhr  |  Redaktion
Die Rohölpreise haben am Freitag ihre Talfahrt fortgesetzt und steuern auf einen wöchentlichen Verlust zu. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, reagierten die Märkte damit unmittelbar auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, geplante Militärschläge gegen den Iran abzusagen. Am asiatischen Markt fiel die globale Benchmark-Sorte Brent zeitweise um 1,5% auf rund 89,05 US-Dollar je Barrel, während die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) ebenfalls um 1,6% auf etwa 86,34 US-Dollar nachgab. Beide Sorten hatten bereits am Donnerstag deutliche Einbußen verzeichnet.

Der plötzliche Preisrückgang ist auf eine spürbare Entspannung der geopolitischen Risikoprämie zurückzuführen. Trump hatte via Social Media verkündet, dass die diplomatischen Gespräche mittlerweile die höchste Führungsebene des Iran erreicht hätten und genehmigt worden seien. Aus diesem Grund habe er die für den Abend angesetzten Bombenangriffe auf iranische Ziele ausgesetzt. Zuvor hatte der US-Präsident dem Land noch mit massiven Schlägen gegen die Infrastruktur und der Einnahme der wichtigen Ölexport-Insel Chark gedroht, falls kein Abkommen zustande komme.

Laut dem Bericht von Reuters stehen die Zeichen nun überraschend auf Annäherung: Trump erklärte im Oval Office vor Journalisten, dass man kurz vor einer „großen Einigung zur Beendigung des Krieges“ stehe. Die finalen Dokumente könnten demnach bereits am kommenden Wochenende in Europa unterzeichnet werden. Das in Aussicht stehende Interimsabkommen sieht vor, den seit April bestehenden Waffenstillstand um 60 Tage zu verlängern und die für den globalen Ölhandel kritische Straße von Hormus schrittweise wieder zu öffnen.

Trotz des Optimismus an den Finanzmärkten bleibt die Lage angespannt, da eine offizielle Bestätigung aus Teheran noch aussteht und iranische Medien Berichte über eine fertige Vereinbarung zunächst relativierten. Zudem kam es am Rande der Verhandlungen weiterhin zu militärischen Zwischenfällen, bei denen das US-Militär nach eigenen Angaben iranische Drohnen im Bereich der Schifffahrtswege abfing. Dennoch sorgt die Aussicht auf eine baldige diplomatische Lösung und die Rückkehr größerer Ölmengen auf den Weltmarkt derzeit für anhaltenden Abwärtsdruck auf die Energiepreise.


© Redaktion RohstoffWelt.de


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