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Basismetalle: Kupfer

18.02.2013  |  Achim Wittmann (LBBW)
Volatile Seitwärtsbewegung im Jahr 2012

Mit einer allgemein positiven fundamentalen Grundeinschätzung startete der Markt bullish in das Jahr 2012. Im Februar erreichten die Notierungen ihr Jahreshoch bei rund 8.700 USD/t. Nach einer anschließenden mehrwöchigen Seitwärtsbewegung prägten zunehmend makroökonomische Themen die Preisentwicklung. Als Folge dessen führten die anhaltende Schuldenkrise in Europa, die nur verhaltene Konjunkturerholung in den USA sowie das geringere Wirtschaftswachstum in China zu deutlichen Preisabschlägen an den Metallmärkten. Ihr Jahrestief verzeichneten die Kupfernotierungen Anfang Juni mit knapp 7.300 USD/t.

Konjunkturstützende Programme in den wichtigsten Weltwirtschaftsregionen und Fortschritte bei der Bewältigung der europäischen Schuldenkrise führten zu einer Kurserholung in der zweiten Jahreshälfte. Zum Jahresende notierte LME-Kupfer knapp über 7.900 USD/t und damit rund 4% höher als zum Vorjahreszeitpunkt. Im Jahresdurchschnitt lag der Kupferpreis bei 7.950 USD/t. Auch wenn der Vorjahreswert von 8.110 USD/t nicht ganz erreicht werden konnte, ist damit der Zyklus hoher Kupferpreise weiterhin intakt.


Nachfragewachstum ungleich verteilt

Die weltweite Nachfrage nach raffiniertem Kupfer konzentriert sich gegenwärtig zu fast drei Viertel auf die Wirtschaftsräume Europa (19%), USA (9%), Japan (5%) und China (41%). Nach vorläufigen Angaben der International Copper Study Group (ICSG) ist der globale Bedarf an Kupfer in den ersten zehn Monaten des Jahres 2012 um 4,2% auf rund 17 Mio. Tonnen gestiegen. Dabei war das Wachstum ungleich verteilt. Europa und Japan verbuchten Nachfragerückgänge von 7,5% bzw. 1,5%.

In den USA stagnierte die Nachfrage. Mehr als ausgeglichen wurden die schwächeren Verbrauchsdaten der traditionellen Wirtschaftsregionen durch das Wachstum in China. Dieses beziffert die ICSG für die ersten zehn Monate mit 15,5%. Aufgrund der geringeren Wirtschaftsdynamik zum Jahresende, gehen wir für das Gesamtjahr 2012 von einem Wachstum der Weltkupfernachfrage von rund 3% auf 20,5 Mio. t aus. Damit entspricht die Steigerungsrate dem langjährigen Durchschnittswert.

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China mit nachlassender Dynamik

Über das Gesamtjahr 2012 gesehen, dürfte die Kupfernachfrage aus dem Reich der Mitte zweistellig gewachsen sein. Im Jahresverlauf hat sich die Wachstumsdynamik dabei jedoch deutlich abgeschwächt.

Die chinesischen Importe lagen zum Jahresanfang noch auf historischen Höchstständen, bevor sie in den folgenden Monaten sukzessive abnahmen. Medienberichten zufolge sind die Bestände in den chinesischen Zolllagern, über die es keine offiziellen Angaben gibt, im vergangenen Jahr deutlich gestiegen, woraus zu schließen ist, dass der physische Verbrauchszuwachs erheblich unterhalb der aus heimischer Produktion, berichteten Börsenlagerbeständen sowie Ein- und Ausfuhren errechneten, oben genannten Nachfragesteigerung lag. So bezifferte das halbstaatliche chinesische Researchinstitut Antaike das reale Nachfragewachstum 2012 mit 4,8%, nach 7,8% im Jahr 2011.

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Konjunkturdaten zuletzt verbessert

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Kupfermarkt haben sich zuletzt verbessert. In Europa beginnen sich die konjunkturellen Aussichten zu stabilisieren. Die Stimmungsindikatoren tendierten zuletzt eher aufwärts. In den USA konnte der Haushaltsstreit beigelegt und das automatische Einsetzen von Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen vermieden werden. Für den Kupfermarkt nachfragerelevante Einzelindikatoren wie die Hausneubauten oder die Automobilproduktion verbuchten zum Jahresanfang Höchststände. In Japan hat der neue Ministerpräsident ein milliardenschweres Konjunkturprogramm aufgelegt, das unter anderem der öffentlichen Infrastruktur zugute kommen soll. In China signalisieren die Konjunkturindikatoren ebenfalls eine deutliche Belebung der wirtschaftlichen Aktivitäten.




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