Die Entscheidung Indonesiens, seine Nickel-Förderquote für 2026 zu senken, hat sich unmittelbar auf die globalen Märkte ausgewirkt, IDN Financials. Die Nickelpreise an der London Metal Exchange (LME) und an den asiatischen Börsen stiegen angesichts wachsender Sorgen über eine Verknappung des Angebots.
Wie bereits berichtet wurde, hat das Ministerium für Energie und Bodenschätze (ESDM) das Nickel-Produktionsziel für 2026 im Rahmen des Arbeitsplans und Budgets (RKAB) auf nur 250 bis 260 Millionen Tonnen festgelegt.
Die indonesische Regierung erklärte, die Quotenkürzung diene dazu, die Fördermenge des Bergbaus an die Kapazitäten der heimischen Verarbeitungsanlagen und Schmelzereien anzupassen. Gleichzeitig sind Bedenken aufgekommen, dass die Reserven an hochwertigem Nickelerz schneller erschöpft werden, was strengere Kontrollen der Ressourcenausbeutung erforderlich macht.
Wie steelnews.biz jedoch berichtet, argumentieren Akteure der Nickelverarbeitungsindustrie, dass die Quote nach wie vor nicht ausreicht, um den tatsächlichen Bedarf zu decken.
Es wird geschätzt, dass der potenzielle Engpass bei der Nickelversorgung bis zu 100 Millionen Tonnen erreichen könnte. In den letzten zwei Jahren mussten mehrere Schmelzereien Berichten zufolge Nickel aus anderen Ländern, wie beispielsweise den Philippinen, importieren, um die Produktion aufrechtzuerhalten.
Diese Versorgungsängste haben die Preise auf allen Märkten in die Höhe getrieben. Die Nickel-Futures an der Shanghai Futures Exchange (SHFE) stiegen um mehr als 4%, während die Spotpreise in China um rund 2,6% zulegten. Basierend auf Daten von IDN Financials stiegen die Nickelpreise am Montag (19.1.), um 1,32% auf 17.904,38 USD je Tonne und sind im letzten Monat um 21,08% gestiegen.
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