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Beschränkung russischer Getreideexporte verstärkt Inflationsdruck

13.10.2011  |  GoldMoney
Open in new windowDie Gold- und Silberpreise blieben gestern stabil. Diejenigen, die an der nachhaltigen Entwicklung des Bullenmarktes interessiert sind, werden über das Abflauen der Volatilität der vergangenen Wochen und eine geräuschlose Konsolidierung nicht unglücklich sein. Der Comex Oktoberkontrakt für Gold schloss 9,90 $ (0,6%) tiefer bei 1.659,70 $ pro Feinunze. Im Silberpreis gab es kaum Veränderungen. Der Comex Oktoberkontrakt beendete den Handel bei 31,963 $ pro Unze - mit einem minimalen Plus von 0,019 $.

Getreidepreise erlebten gestern einen kräftigen Schub, nachdem bekannt wurde, dass die russische Regierung, wie auch schon im vergangenen Jahr, ein Exportlimit verhängen werde. An der Chicagoer Terminbörse gehandelte Mais-Futures stiegen um 6,6% - das größte Tagesplus, das durch die Regularien der Börse erlaubt wird. Auch Futures auf Weizen und Sojabohnen konnten profitieren. Währenddessen verlinkte Jim Sinclairs MineSet einen Bericht, der zeigt, dass die Preise für Erdnussbutter in Amerika um 25-40% angestiegen sind. Aufgrund von Dürreperioden stieg der Preis für eine Tonne Erdnüsse in nur einem Jahr von 450 $ auf 1.150 $.

All diese Faktoren tragen zum Preisdruck auf der Angebotsseite vieler Konsumgüter bei. Und wie der berühmte Investor Jim Rogers jüngst in diesem Fernsehinterview mit CNBC feststellte, ist aufgrund der Ausweitung der Geldmenge M2 durch die Konjunkturprogramme der Fed in den kommenden Monaten mit einem Anstieg der amerikanischen Inflationsraten zu rechnen. Die Stagflation der 1970er Jahre scheint ihr Comeback zu feiern - wenngleich eine Verschärfung der Bankenkrise zu einem kurzfristigen deflationären Schock führen könnte (bevor dann die Zentralbanken mit enormen Geldspritzen versuchen werden, das System am Leben zu erhalten und zu reflationieren).

Obwohl die Nachrichten der letzten Tage die Händler bezüglich der Eurozone im allgemeinen wieder optimistischer stimmen konnten, ist es möglich, dass die gestrigen Nachrichten von der Ablehnung einer Ausweitung des EFSF durch das slowakische Parlament heute zu einem "risk off" Tag führen könnten, an dem der Euro erneut gegenüber dem Dollar verliert und US-Staatsanleihen gefragt sind. Das slowakische Parlament wird zwar erneut über den EFSF abstimmen, doch noch steht kein Datum fest. Die Slowakei ist das einzige Land, das gegen die Aufstockung des EFSF stimmte. Ohne ihre Zustimmung sind die jüngsten Rettungskredite an Griechenland in Gefahr.


© Roman Baudzus
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