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Globale Aluminiumproduktion steigt auf Rekordniveau

18.05.2010  |  Sven Streitmayer (LBBW)
Markt: LME-Aluminium korrigiert deutlich

Der Aluminiumpreis präsentierte sich in den letzten Wochen erstmals seit Januar wieder deutlich schwächer. Noch Mitte April hatte die Notierung des Leichtmetalls ein 20-Monatshoch (2.440 USD/t) markiert, bevor eine Korrektur einsetzte, in deren Zuge LME-Aluminium in der Kasse um knapp 15% auf aktuell rund 2.100 USD/t verlor. Damit liegen die Aluminiumpreise gleichwohl noch immer 40% (auf Eurobasis knapp 50%) über dem Vorjahresniveau. Die jüngsten Schwankungen waren dabei größtenteils exogenen Ereignissen (Griechenlandkrise, USD-Aufwertung) geschuldet. Mit Blick auf die für den Aluminiummarkt spezifischen fundamentalen Einflussfaktoren hat sich die erwartete Nachfragebelebung zuletzt noch beschleunigt. Andererseits befindet sich auch die Produktion weltweit weiter auf Expansionskurs, weshalb wir vorerst eine neutrale Preisentwicklung erwarten.

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Lagerbestände stagnieren auf hohem Niveau

Bei den Lagerbeständen von Aluminium haben sich im bisherigen Jahresverlauf keine wesentlichen Veränderun-gen ergeben. So wurden zwar die Bestände in den LME-akkreditierten Lagerhäusern seit Anfang 2010 um 142.000 t auf 4,5 Mio. t reduziert. An der Metallbörse in Shanghai fand zugleich jedoch ein Lageraufbau in selber Höhe statt, so dass der Netto-Effekt bei null lag. In der Summe belaufen sich die globalen Aluminiumbestände von LME, SHFE, Produzenten und an japanischen Häfen auf aktuell 6,3 Mio. t bzw. 16% der für 2010 erwarteten Weltnachfrage. Am Terminmarkt spiegelt sich die nahezu unveränderte Lagersituation in einem stabilen Contango wider, das im Dreimonatsbereich (3M-Kasse) seit Monaten bei 30-35 USD liegt.

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Nachfrage in den Industriestaaten zieht an

Nachfrageseitig stellt sich das Marktumfeld für Aluminium zurzeit erwartungsgemäß günstig dar. Hohe Zuwächse verzeichnen dabei v.a. die klassischen Industriestaaten, welche aufgrund der Konjunkturerholung und der niedrigen Ausgangsbasis aus dem Vorjahr eine hohe Dynamik im Verarbeitenden Gewerbe aufweisen. Dem steht eine Normalisierung der Aluminiumnachfrage in China gegenüber. Nach den Rekordimporten des vergangenen Jahres (netto 1,4 Mio. t) hat die Volksrepublik inzwischen wieder eine annähernd ausgeglichene Aluminium-Handelsbilanz (Q1/2010: -6.000 t). Auf Branchenebene erweist sich v.a. der Automobil- und Transportsektor als Zugpferd, während das Baugewerbe erst ganz allmählich positive Signale erkennen lässt.

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