RTE Stuttgart - (www.rohstoffe-go.de) - Die weltweite Goldproduktion der Minen wird auch in Zukunft abnehmen, erklärte Aaron Regent, Chef des größten Goldproduzenten der Welt Barrick Gold (WKN 870450). Die Goldbranche werde mit alternden Minen, weniger Neuentdeckungen sowie längeren Genehmigungs- und Bauphasen zu kämpfen haben, fuhr Regent fort.
Die Goldindustrie müsse jedes Jahr fast 100 Millionen Unzen Goldproduktion ersetzen und ganz offensichtlich gelinge das derzeit nicht. Das Goldangebot aus der Minenproduktion befindet sich seit 2001 in einem Abwärtstrend, obwohl sich der Goldpreis seitdem mehr als verdreifacht habe, so Regent weiter, und dieser Trend werde sich fortsetzen.
Neue Projekte in Betrieb zu bringen, könne derzeit 7 bis 10 Jahre dauern, während dies in der Vergangenheit nur drei bis fünf Jahre in Anspruch genommen habe. Zudem wurden weltweit mehrere Goldprojekte auf Eis gelegt, da die Kosten und die Schwierigkeiten bei der Finanzierung stark angestiegen seien.
Im vergangenen Jahr ist die globale Goldminenproduktion nach Aussage von Experten um 3 Prozent zurück gegangen und damit auf das niedrigste Niveau seit zwölf Jahren gefallen. Durch die erhöhten Schwierigkeiten der Projektfinanzierung, bei Bau und Genehmigung der Minen (höhere Kosten, längere Verfahren) werde das Angebot wahrscheinlich deutlich stärker zurück gehen, als viele Branchenbeobachter erwarteten, hieß es weiter von Barrick.
Gleichzeitig geht das Unternehmen davon aus, dass die Nachfrage nach dem gelben Metall weiter steigen wird - vor allem auf Grund des großen Investmentinteresses. Die Finanzkrise und die Aktivitäten der Regierungen auf der ganzen Welt hätten dazu geführt, dass Gold wieder seinen Status als kapitalerhaltender, sicherer Hafen zurück gewonnen habe und als Alternative zu Währungen, Anleihen und Aktien gesehen werde.
Neben der Nachfrage von Seiten der Gold-ETFs, die sicherlich weiter anhalten werde, rechnet Barrick auch damit, dass Zentralbanken in Zukunft wieder mehr Gold ankaufen könnten. Was dem Goldpreis einen erheblichen Schub geben könnte. So habe zwar die chinesische Zentralbank gerade gemeldet, dass sie ihre Goldreserven seit 2003 auf jetzt mehr als 1.000 Tonnen erhöht hat, doch mache Gold immer noch lediglich 1,5 Prozent der gesamten chinesischen Reserven aus.
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