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Gold: Erstes Fibonacci Retracement erreicht

Der abgebildete Chart zeigt die historische Kursentwicklung des Gold Futures von 1995 bis heute, bei Kursen von 4.238,80 USD/Unze. Ein Notierungsstab bildet die Kursschwankungen des Gold Futures für ein Quartal ab.

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Quartalstief unterschritten

Der seit März 2024 bestehende primäre Aufwärtstrend gipfelte am 29. Januar in einem Kaufhöhepunkt (buying Climax) auf einem fulminanten Rekordhoch bei 5.581,30. Derartige progressive Kursverläufe überreizen den Trend. Vergleichbare Anstiege müssen oftmals erst einmal verdaut werden, was offenbar gerade in einer ausgedehnten Korrektur geschieht.

In der abgelaufenen Börsenwoche hat der Gold Future erstmalig seit dem vierten Quartal 2023 ein Vorquartalstief (Tief vom 23. März bei 4.351) unterschritten. Somit wurde der übergeordnete Aufwärtstrend durch eine sekundäre langfristige Korrekturbewegung abgelöst.


38,2% Fibonacci Korrekturniveau erreicht

Bei der Fragestellung wie weit eine entsprechende Bewegung gegen den Haupttrend laufen kann, ohne den übergeordneten Aufwärtstrend zu gefährden, muss die vorherige Aufwärtsbewegung mit ins Kalkül gezogen werden. Mit Hilfe der Fibonacci-Korrekturlevel lassen sich virtuelle Bereiche erhöhter Aufnahmebereitschaft ermitteln, welche genau das machen und bei institutionellen Investoren starke Berücksichtigung finden.

Bezogen auf die Aufwärtsbewegung seit der letzten vollen Korrektur auf dem langfristigen Quartalschart vom Oktober 2023 bei 1.824 bis auf die Bestmarke vom 29. Januar bei 5.581 hat der Gold Future mit dem Tief der abgelaufenen Woche das erste Fibonacci Korrekturniveau (38,2%) bei 4.146 erreicht und unterschritten.

Die nächsttieferen Korrekturlevel wären bei 3.702 (50%) und bei 3.259 (61,8%) zu beziffern. Bis zu diesen Niveaus kann demnach eine langfristige Korrektur laufen, ohne den übergeordneten Aufwärtstrend zu gefährden.


Hohe Volatilität der letzten Quartale im Vergleich zu 1979

In den letzten drei Quartalen (3. und 4. Quartal 2025 und das 1. Quartal 2026) ist durch die Explosion der Goldkurse eine extreme Zunahme der Schwankungsbreite zu beobachten. Alle drei genannten Quartale hintereinander weisen jeweils die höchste Volatilität der letzten sieben Quartale auf.

Seit Bestehen des Goldcharts ist dieses Phänomen lediglich einmal in einer ähnlichen Konstellation in den letzten beiden Quartalen 1979 und im ersten Quartal 1980 aufgetreten. In dieser Phase ist der Goldpreis von 282 auf 873 gestiegen. In den folgenden zwei Jahren ist der Goldpreis dann wieder bis April 1982 auf 298 zurückgefallen.

Bezogen auf die aktuelle Aufwärtsbewegung würde ein ähnlicher Verlauf ein Rückgang in Richtung 3. Quartalstief aus 2025 bei etwa 3.300 bedeuten.

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