Gold: A-B-C- Elliot-Wellen Korrektur vs. mittelfristigen Abwärtstrend

Mitte März hat der Gold Future das relative Unterstützungsniveau vom 02. Februar bei 4.617,60 klar unterschritten. Dadurch wurde eine mittelfristige obere Umkehrformation vollendet. In einer kurzen dynamischen Abwärtsbewegung fielen die Kurse auf ein Bewegungstief am 24. März auf 4.350,40.
In den letzten beiden Börsenwochen erholten sich die Goldkurse auf die Abwärtsbewegung vom 02. Bis zum 24. März unter abnehmender Schwankungsbreite auf das jetzige Niveau.
11er "Vola-Bar" auf Wochenchart
Innerhalb der letzten beiden Woche ist die Schwankungsbreite der Goldkurse gefallen. Mit 143 US$ ist mit der niedrigsten Schwankungsbreite der letzten elf Wochen ein Rückgang der Volatilität zu beobachten. Die Woche davor weist die niedrigste "Vola" der letzten sieben Wochen auf. Bezogen auf die extremen Ausschläge der Vormonate ist dieser Rückgang jedoch eher als Normalisierung des Kursgeschehens einzuordnen.

Gold saisonal bis Anfang Juli neutral
Aufgrund historischer Erfahrungswerte lassen sich für Rohstoffe, Währungen, Aktien und Indizes statistische Durchschnittswerte berechnen.
Aus dieser rein statistischen Sicht pendelt der Gold Future in den geglätteten Durchschnittsverläufen der letzten 20 Jahren zwischen Mitte April und Ende Juni leicht negativ aber insgesamt richtungslos seitwärts hin und her.
Ab Anfang Juli setzt dann die stärkste Phase des Jahres im Gold Future ein. Im Zusammenhang mit diesen Kalendereffekten bestehen für die Bullen, insbesondere nach einer idealtypischen Konsolidierung oder Korrektur, berechtigte Hoffnungen auf neue Höchststände.
Fazit:
Aus der Perspektive des langfristigen Quartalscharts ist der Gold Future in einen überhitzten Aufwärtstrend gelaufen. Die Anzeichen mehren sich, dass die Bären das Zepter übernommen haben und eine Korrektur im Aufwärtstrend eingeleitet haben.
Aus der mittelfristigen Sichtweise des Wochencharts hat sich das Chartbild verschlechtert. Durch die technischen Verkaufssignale und die Vollendung einer oberen Umkehrformation konnten sich die Bären gegenüber den Bullen erst einmal mittelfristig durchsetzen und der Gold Future ist in einen mittelfristigen Abwärtstrend gelaufen.
Fällt der Gold Future unter 4.700 dürfte die aktuelle kurzfristige Erholung beendet sein. Ein erneutes Abrutschen in Richtung Bewegungstief vom 24. März bei 4.350 wäre anzunehmen. Bei Kursen darunter wäre innerhalb des primären Aufwärtstrends die nächsttiefere Unterstützung um 4.000 als erstes Korrekturziel zu beziffern.
Steigt Gold über das Aprilhoch bei 4.917,70 würde sich der übergeordnete Aufwärtstrend wieder durchsetzen. Ein Test des Bereichs erhöhter Abgabebereitschaft zwischen 5.000, 5.280 bis 5.432 wäre dann wieder im Bereich des Möglichen.
Kurse über der Bestmarke von 5.600 verbessern die langfristige Ausgangslage deutlich. Als erstes Etappenziel eröffnet sich weiteres Aufwärtspotential in Richtung 6.000.
In der Gesamtgemengelage scheint die Fortsetzung der Korrektur/Konsolidierung zumindest in den kommenden Wochen bis Juli das wahrscheinlichste Szenario.
© Björn Heidkamp
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