Inmitten einer drohenden globalen Energiekrise hat die US-Regierung eine überraschende Kehrtwende vollzogen und den Export von russischem Öl nach Indien offiziell lizenziert, berichtet Zerohedge. Das US-Finanzministerium stellte eine auf 30 Tage befristete Ausnahmegenehmigung aus, die es indischen Raffinerien erlaubt, Rohöl und Erdölprodukte aus Russland zu beziehen. Diese Maßnahme gilt für Lieferungen, die vor dem 5. März verladen wurden, und ist zunächst bis zum 4. April befristet.
Hintergrund dieser Entscheidung ist die kritische Blockade der Straße von Hormus, durch die normalerweise etwa 20% des weltweiten Ölangebots fließen. Da die Versorgung durch die Eskalation im Persischen Golf massiv gestört ist und die Ölpreise täglich um etwa 5% steigen, sieht sich Washington gezwungen, alternative Quellen freizugeben. Damit soll ein drohender globaler Rezessionsschock abgewendet und der enorme Preisdruck vom Markt genommen werden.
Das Weiße Haus unter Präsident Donald Trump bricht damit mit seiner bisherigen Linie, Indien für den Kauf russischer Energie mit Zöllen zu bestrafen. US-Finanzminister Scott Bessent betonte, dass es sich um eine rein pragmatische Maßnahme handele, um die Ölströme aufrechtzuerhalten. Da es sich primär um Öl handele, das bereits auf See „feststecke“, profitiere die russische Regierung finanziell nicht in erheblichem Maße von dieser kurzfristigen Erlaubnis.
Analysten werten den Schritt dennoch als bedeutenden geopolitischen Sieg für Wladimir Putin, da Russland nun offiziell als Retter in der Not für den indischen Energiemarkt auftritt. Gleichzeitig schwächt die Entscheidung die Hebelwirkung Irans, das durch die Blockade der Seewege auf explodierende Preise gesetzt hatte. Während Indien durch russisches Öl versorgt wird, verhandelt China parallel mit Teheran über sichere Passagen für seine eigenen Tanker, um die Auswirkungen der Krise weiter zu begrenzen.
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