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Weitere Eskalation: China stoppt jetzt Diesel-Exporte

14:10 Uhr  |  Redaktion
Angesichts der eskalierenden Spannungen im Nahen Osten und einer faktischen Blockade der Straße von Hormus hat die chinesische Regierung einen sofortigen Exportstopp für Diesel und Benzin verhängt, berichtet Zerohedge. Die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) wies die führenden staatlichen Raffinerien an, keine neuen Exportverträge abzuschließen und bereits geplante Lieferungen zu stornieren. Ausgenommen von dieser Maßnahme sind lediglich Lieferungen nach Hongkong und Macau sowie Bestände für die Luft- und Seefahrt.

Hintergrund dieser drastischen Entscheidung ist die Sorge Pekings vor einem massiven Energieschock. Da die Straße von Hormus, eine der weltweit wichtigsten Schlagadern für den Öltransport, durch den Konflikt zwischen den USA und dem Iran gelähmt ist, sieht sich China als weltweit größter Rohölimporteur existenziell bedroht. Etwa die Hälfte der chinesischen Ölimporte stammt aus der Golfregion, wobei das Land besonders stark von günstigen Lieferungen aus dem Iran abhängig ist.

Die Lage auf dem Energiemarkt hat sich durch weitere Ausfälle verschärft. Nachdem der Irak seine Ölförderung drosselte, erklärte nun auch Katar für seine massiven Flüssigerdgas-Exporte (LNG) „höhere Gewalt“. Damit fallen rund 20% des weltweiten LNG-Angebots vorerst weg. Da etwa 80% dieser Mengen normalerweise nach Asien geliefert werden, wächst der Druck auf die chinesische Energieversorgung und treibt die Preise an der Energiebörse in Shanghai bereits in Richtung der 100-Dollar-Marke pro Barrel.

Beobachter deuten den Exportstopp als Pekings Versuch, die nationale Energiesicherheit zu priorisieren und interne Versorgungsengpässe zu verhindern. Gleichzeitig gewinnt die Krise eine geopolitische Dimension, da sie nur wenige Wochen vor einem geplanten Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping eintritt. Die USA könnten die prekäre Abhängigkeit Chinas von der gesperrten Wasserstraße als strategisches Druckmittel in den kommenden Verhandlungen nutzen.


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