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Non-Event OPEC-Meeting - Raffinerien laufen wieder auf Normalbetrieb

30.05.2013  |  Frank Klumpp (LBBW)
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Saisonalität dürfte für erhöhte Nachfrage sorgen

Allmählich dürften die Ölpreise von einer saisonal erhöhten Nachfrage profitieren. Das üblicherweise schwächste Quartal im Hinblick auf die Ölnachfrage neigt sich dem Ende zu - seit 1999 wurden durchschnittlich 1,08 Mio. Barrel weniger nachgefragt als im ersten Quartal des Jahres. Im dritten und vierten Quartal legte die globale Ölnachfrage um 1,14 bzw. 0,95 Mio. Barrel zu. Im laufenden Jahr dürfte die Ölnachfrage im zweiten Halbjahr laut Schätzungen der IEA sogar überdurchschnittlich zulegen.

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Wenig Spannung vor dem OPEC-Meeting

Der Ölmarkt ist derzeit sehr gut versorgt - vor allem die Ölförderung in den USA wächst so dynamisch, dass einige Marktbeobachter gar von einer schwindenden Macht der OPEC berichten. Nach wie vor liefern sie 40% des weltweit verbrauchten Öls, weshalb ihre Reaktion auf Nachfrageschwankungen weiterhin preisbestimmend sein wird. Derzeit besteht jedoch kein Anlass für eine Änderung der Quote von 30 Mio. Barrel pro Tag.

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Spekulanten setzen auf Rohöl, nicht auf Produkte

Die jüngsten CFTC-Daten über die Positionierung spekulativ orientierter Marktteilnehmer zeigen vergleichsweise hohe Longengagements bei WTI und Brent - beide haben sich in den letzten Wochen erhöht und befinden sich unweit ihres Fünfjahreshochs. Dagegen wird bei europäischen und amerikanischen Mitteldestillaten per Saldo sogar auf fallende Preise spekuliert. Aus antizyklischer Sicht spricht dies für Ölprodukte, vor allem in einem steigenden Gesamtmarktumfeld, da Shorteindeckungen drohen.


Fazit: Geopolitik und Saisonalität sprechen für Erholung bis zum Jahresende

Der Ölmarkt ist gut versorgt, und die globale Nachfrage wächst nur moderat. Dies sollte größere Preissprünge an den Ölmärkten verhindern. Dennoch scheint sich nach dem verlängerten Winter in der nördlichen Hemisphäre noch einige Nachfrage angestaut zu haben, da die Lagerbestände der Endverbraucher niedrig sein dürften.

Diese Konstellation unterstreicht das Bild einer saisonal anziehenden Nachfrage im kommenden Halbjahr. Zudem haben geopolitische Faktoren stets das Potenzial für ein Anziehen der Risikoprämie. Das Auslaufen des Waffenembargos der EU gegenüber Syrien schürte bereits Befürchtungen über eine weitere Eskalation der Lage. Per Saldo erwarten wir daher mit Blick auf das Jahresende ein leichtes Anziehen der Ölpreise sowie einen etwas stärkeren Zuwachs der Preise für Gasoil.


© Frank Klumpp, CFA
Commodity Research

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart



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