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Im Fokus - OPEC

07.12.2018 | 11:11 Uhr | Schallenberger, Frank, LBBW
Die Rohstoffpreise haben sich in den vergangenen Tagen etwas stabilisiert. Der Bloomberg Commodity Index (Spot) pendelte zuletzt wieder um die Marke von 350 Punkten. Vor allem der Rohölpreis, der vor dem aktuellen OPEC-Meeting etwas zulegte, brachte dem Index wieder etwas Auftrieb. Seit Jahresbeginn liegen im Universum des Bloomberg Commodity Index aktuell nur US-Erdgas (+41%) und Weizen (+4%) und Baumwolle (+1%) im Plus. Die stärksten Abschläge sind bei RBOB Benzin (-20%), Zucker (-22%) und Kaffee (-24%) zu verzeichnen.



Marktkommentar: Angebotsüberschuss am Ölmarkt

Bereits im Vorfeld des OPEC-Meetings sorgten Alberta und Katar für Schlagzeilen. Das Emirat will im Januar 2019 aus dem Kartell aussteigen. Da die Beziehungen zwischen Katar und Saudi-Arabien zuletzt sehr angespannt waren, kommt dieser Schritt nicht völlig unerwartet. Mit einem Output von ca. 0,6 mbpd spielt Katar in der OPEC allerdings auch keine wichtige Rolle, im Gegensatz zum Markt für Erdgas. Die kanadische Provinz Alberta kündigte an, die Produktion von Rohöl und Bitumen ab Januar 2019 um 8,7 % bzw. 325.000 bpd zu kürzen.

Die OPEC sieht sich damit konfrontiert, dass sich die Konjunkturperspektiven für das kommende Jahr in den vergangenen Wochen merklich eingetrübt haben, so dass das Nachfragewachstum am Ölmarkt im kommenden Jahr vermutlich weniger dynamisch ausfallen dürfte als bislang erwartet. Nach einem Anstieg um 1,3 mbpd im laufenden Jahr ist momentan für 2019 nur noch mit einem Plus von 1,1 mbpd zu rechnen.

Auf der anderen Seite hat das Ölangebot in jüngster Zeit sehr stark zugelegt. Hierbei spielen mehrere Faktoren eine Rolle. So hat Saudi-Arabien die Förderung seit Mitte des Jahres kräftig erhöht. Auch wurden die US-Sanktionen gegen den Iran für die wichtigsten Exportpartner von iranischem Öl ausgesetzt, so dass die Ölförderung der Iranischen Republik zunächst vermutlich weniger stark einbrechen wird als bislang befürchtet. Zudem hat sich die Förderung in Libyen in den vergangenen Monaten erholt.

Schließlich glänzte die Schieferölförderung in den USA in diesem Jahr mit Wachstumsraten, die bislang kaum für möglich gehalten wurden. Von 9,8 mbpd zu Beginn des Jahres legte der US-Output bis zuletzt um gut 20% auf zuletzt 11,7 mbpd zu. Im Meeting am 6. Dezember wurde von der OPEC noch keine Kürzung beschlossen. Im Gespräch war zuletzt wohl eine Förderkürzung von 1 mbpd.

Dabei war jedoch zunächst unklar, inwiefern Russland sich einer möglichen Drosselung des Outputs anschließt. Eine Senkung des Ölproduktion um 1 mbpd dürfte vom jetzigen Niveau der weltweiten Ölförderung jedoch nicht ausreichen, um den aktuellen Angebotsüberschuss am Ölmarkt komplett abzubauen.







© Dr. Frank Schallenberger
Commodity Analyst

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart



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