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Gold vor dem Trendwechsel?

10.08.2018 | 11:38 Uhr | Schallenberger, Frank, LBBW
Performance und Indizes

Die Preise an den Rohstoffmärkten haben zuletzt wieder etwas nachgegeben. Der Bloomberg Commodity Index (Spot) fiel zeitweise unter die Marke von 350 Punkten zurück. Vor allem Energierohstoffe tendierten etwas schwächer. Die Weizenpreise stiegen dagegen weiter an. Das trockene und sehr heiße Wetter in Europa verschlechtert weiter die Ernteaussichten. Seit Jahresbeginn verzeichnet Weizen unverändert das größte Plus (+21%) im Universum der Rohstoffe des Bloomberg Commodity Index. Dahinter folgen WTI (+14%) und Baumwolle (+13%). Die höchsten Abschläge gab es bei Zink (-22%) und bei Zucker (-32%).



Marktkommentar: Gold mit Potenzial nach oben!

An Belastungsfaktoren für den Goldpreis herrschte zuletzt kein Mangel! Der festere US-Dollar brachte ebenso Gegenwind für das Edelmetall wie die Aussicht auf steigende US-Zinsen. Aus fundamentaler Sicht wurde im ersten Halbjahr 2018 ein wieder steigender Minen-Output gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Produktion um 1,4% auf 1.574 Tonnen zu. Und auf der Nachfrageseite blieb vor allem die Schmucknachfrage im ersten Halbjahr mit knapp 950 Tonnen um fast 3% hinter dem Wert des Vorjahres zurück. Dies dürfte u.a. auf die schwache Währungsentwicklung bei vielen Schmuckhersteller-Ländern (Indien, Türkei) zurückzuführen sein.



Die physisch hinterlegten ETFs haben seit Mitte Mai Gold in einem Volumen von fast 100 Tonnen abgestoßen. Und schließlich hat die Brutto-Short-Position der Spekulanten mit über 153.000 Kontrakten (Volumen ca. 18,5 Mrd. USD) zuletzt erneut einen neues Allzeithoch erreicht. Auch die Netto-Short-Position (Summe der Short-Positionen abzüglich Summe der Long-Positionen) liegt bei rekordverdächtigen 42.500 Kontrakten (Volumen gut 5 Mrd. USD). Auf dem mittlerweile deutlich ermäßigten Niveau dürften die Belastungsfaktoren jedoch bereits ausreichend im Preis eskomptiert sein.



Sofern am Markt die bullishen Nachrichten nicht mehr ausgeblendet werden, könnte der Goldpreis auch wieder ansteigen! Denn immerhin: Auf der Nachfrageseite zeigt der Trend der Goldkäufe durch die Notenbanken (+12%) und die Nachfrage nach Münzen und Barren (+3,4%) im ersten Halbjahr 2018 wieder nach oben. Zudem machen nicht zuletzt die weiterhin sehr niedrigen bzw. negativen Realrenditen in den wichtigsten Währungsräumen eine Erholung beim Goldpreis wahrscheinlich. Bis zum Jahresende dürfte sich die Feinunze wieder bis auf 1.300 USD erholen!


© Dr. Frank Schallenberger
Commodity Analyst

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart



Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihren Anlageberater.
 
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