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Öl-Angebot bleibt knapp!

05.04.2019 | 15:06 Uhr | Schallenberger, Frank, LBBW
Die Rohstoffe tendierten in den letzten Tagen seitwärts. Der Bloomberg Commodity Index (Spot) bewegte sich dabei weiter im Bereich des Jahreshochs bei rund 350 Punkten. Zuletzt legten vor allem Energierohstoffe zu, während Edelmetalle und Agrarrohstoffe meist Preisabschläge verzeichneten. Unter den Edelmetallen sorgte insbesondere Palladium für Schlagzeilen, das am 21. März mit 1.615 USD ein Allzeithoch markierte und damit seit Jahresbeginn fast 30% haussiert hatte.

Anschließend folgte jedoch der Absturz. In nur fünf Handelstagen ging es bis auf 1.335 USD nach unten. Bei Palladium kommt rund 80% der Nachfrage aus der Automobilbranche (vor allem Katalysatoren). Bislang hatten sich schwächere Konjunkturperspektiven und trübere Aussichten für die Automobilbranche überhaupt nicht im Preis des Edelmetalls bemerkbar gemacht - dies wurde jetzt offensichtlich in sehr kurzer Zeit nachgeholt.

Die beste Performance im Universum des Bloomberg Commodity Index verzeichnete im laufenden Jahr bislang WTI (+35%), gefolgt von RBOB Benzin (+30%) und Brent (+28%). Zu den stärksten Preisabschlägen seit Jahresbeginn kam es bei US-Erdgas (-8%) sowie bei Kaffee (-11%) und KCBT Weizen (-12%).


Quellen: Refinitiv, LBBW Research


Marktkommentar: OPEC hält das Angebot knapp!

Der Ölpreis bleibt im laufenden Jahr im Aufwärtstrend! So nähert sich Brent immer mehr der Marke von 70 USD/Barrel an. Der Grund für den Aufschwung bei Brent und Co. liegt weiterhin vor allem beim knappen Angebot.

Die OPEC-11 Staaten hatten im Dezember 2018 angekündigt, die Förderung ab Januar 2019 (ausgehend vom Niveau, das im Oktober 2018 erreicht war) um 0,8 mbpd zu reduzieren. Im März 2019 lag die tatsächliche Produktion jedoch bereits um 0,3 mbpd unter dem angestrebten Produktionsziel. Vor allem Saudi-Arabien hat dabei den Output merklich gedrosselt.

Mit nur noch 9,82 mbpd lag die Öl-Förderung des Königreichs im März auf dem tiefsten Stand seit vier Jahren. Darüber hinaus brach in den letzten Monaten vor allem die Produktion im Iran und in Venezuela ein. Im Iran führten die US-Sanktionen dazu, dass der Output zuletzt auf 2,7 mbpd zurückging und das niedrigste Niveau seit fünf Jahren erreichte. In Venezuela fiel die Produktion im März aufgrund von US-Sanktionen sowie politischem und wirtschaftlichem Chaos mit 0,9 mbpd sogar unter die Marke von 1 mbpd zurück. Seit Anfang 2018 hat sich die Förderung der Südamerikaner damit fast halbiert.

Statt der geplanten Förderkürzung um 0,8 mbpd liegt das Minus der OPEC-14-Staaten (inklusive Iran, Libyen und Venezuela) im Vergleich zu Oktober 2018 damit aktuell bei 2,15 mbpd. Bleibt die OPEC ihrem restriktiven Kurs treu, steuert der Ölmarkt auf ein Angebotsdefizit im zweiten Halbjahr zu - anhaltend hohe Ölpreise wären damit trotz trüberer Konjunkturaussichten vorprogrammiert!


Quellen: Bloomberg, LBBW Research



Quellen: Refinitiv, LBBW Research



Quellen: Refinitiv, LBBW Research


© Dr. Frank Schallenberger
Commodity Analyst

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart



Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihren Anlageberater.
 
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