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Rohstoffe: Zweiklassen-Gesellschaft!

12.10.2018 | 15:51 Uhr | Schallenberger, Frank, LBBW
Die Rohstoffpreise haben in den letzten Tagen wieder etwas nachgegeben. Turbulenzen an den Aktienmärkten, steigende Renditen in den USA sowie die Revision der Prognose für das Weltwirtschaftswachstum 2018 und 2019 durch den IWF hat die Stimmung an den Rohstoffmärkten eingetrübt. Vor allem die Energierohstoffe gaben in der abgelaufenen Woche nach. Nachdem Brent Anfang Oktober mit knapp 87 USD auf den höchsten Stand seit vier Jahren geklettert war, fiel der Preis zuletzt bis auf rund 81 USD.

Der Mitte September einsetzende starke Aufwärtstrend beim Bloomberg Commodity Index (Spot) wurde damit zunächst gestoppt. Seit Jahresbeginn liegen die Preise für Brent und WTI (+27% bzw. +24%) im Universum des Bloomberg Commodity Index an der Spitze. Die stärksten Abschläge sind bei Kupfer und Zink (jeweils -19%) sowie bei Zucker (-23%) zu verzeichnen.


Quellen: Thomson Reuters, LBBW Research


Marktkommentar: Heterogene Rohstoffe

An den Rohstoffmärkten hat der Mitte September einsetzende Preisanstieg eine Verschnaufpause eingelegt. Vor allem der Ölpreis hatte zuletzt deutlich nachgegeben. Beim Blick auf den Bloomberg Commodity Index (Spot) zeigt sich: Seit Jahresbeginn hat sich an den Rohstoffmärkten gar nicht so viel getan. Der Index notiert in etwa auf dem Niveau, das bereits zu Jahresbeginn herrschte. Die Betrachtung der verschiedenen Rohstoffsektoren und der Einzelrohstoffe zeigt jedoch auch: Während die Energiepreise in diesem Jahr deutlich zugelegt haben, sind fast alle anderen Rohstoffe gefallen.

Die Entwicklung an den Rohstoffmärkten war seit Jahresbeginn tatsächlich sehr unterschiedlich! So hat der Bloomberg Commodity Subindex Energie dieses Jahr rund 18% zugelegt. Die Subindizes für Agrarrohstoffe, Edelmetalle und Basismetalle haben seit Anfang des Jahres jedoch zwischen 10% und 13% nachgegeben.

Auch bei den Einzelrohstoffen herrschen deutliche Unterschiede. Seit Anfang 2018 hat neben den Energierohstoffen Brent, WTI, Heizöl, RBOB Benzin und Erdgas im Universum des Bloomberg Commodity Index lediglich noch Weizen (vor allem wegen der extremen Trockenheit im Sommer) zulegen können - alle anderen Einzelrohstoffe sind seit Jahresbeginn gefallen! Die Revision des Weltwirtschaftswachstums durch den IWF ist ein Zeichen dafür, dass die Rohstoffnachfrage etwas schwächer ausfallen könnte, als bislang erwartet.

Allerdings dürfte dieser Effekt bei den meisten Rohstoffen durch den recht starken Preisrückgang im laufenden Jahr bereits eskomptiert sein. Vor allem bei Basis- und Edelmetallen sollte die anhaltende Zurückhaltung der Unternehmen bei den Investitionen in die Exploration dafür sorgen, dass das Angebot vergleichsweise knapp bleibt. Somit herrscht für diese Sektoren auf dem aktuell relativ niedrigen Niveau durchaus Preissteigerungspotenzial. Die Sorge um ein knapperes Angebot hat dagegen am Ölmarkt bereits zu deutlichen Preissteigerungen geführt. Hier ist aus fundamentaler Sicht in den kommenden Wochen eher mit Preisabschlägen zu rechnen.


Quellen: Thomson Reuters, LBBW Research



Quellen: Thomson Reuters, LBBW Research



Quellen: Thomson Reuters, LBBW Research


© Dr. Frank Schallenberger
Commodity Analyst

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart



Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihren Anlageberater.
 
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