RTE Stuttgart - (www.rohstoffe-go.de) - Weltweit versuchen die Russen ihre starke Stellung am Gasmarkt noch zu vergrößern. Besonders aktiv sind die Gazprom-Manager. Unermüdlich wird Gas aufgekauft, Beteiligungen an neuen Gasfeldern werden gesichert. Der Grund liegt auf der Hand, die Preise sollen kontrolliert werden.
Europas Energiekonzerne sind alarmiert. Die Pipeline Nabucco soll ab 2013 Gas aus Zentralasien nach Europa bringen. Jedoch hat Gazprom bereits mit den verschiedenen Ländern um das Kaspische Meer Lieferverträge geschlossen, so dass fraglich ist, wie viel Gas noch für Europa auf diesem Weg verfügbar ist. Als Lieferanten kämen aber auch Länder wie Ägypten, Syrien, Iran oder Irak in Frage. Der Iran ist aufgrund seiner großen Gasvorräte interessant für die Gasgesellschaften. Der Hauptlieferant Europas ist Gazprom. 37 Prozent des in Deutschland verbrauchten Gases kommt aus Russland. Es könnte zu einer "Gas-OPEC" kommen.
EU-Energiekommissar Piebalgs plant mit Hilfe einer neuen Pipeline Gas aus Nigeria nach Europa zu führen. Gleichzeitig soll der LNG-Handel (Schiffe mit Flüssiggas) ausgebaut werden.
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