Kanada und Japan intensivieren laut Mining.com ihre Zusammenarbeit im Rohstoffsektor, um ihre Abhängigkeit von China bei kritischen Mineralien zu verringern. Wie Kanadas Handelsminister Maninder Sidhu erklärte, sprechen beide Länder über eine Reihe gemeinsamer Initiativen – darunter mögliche Joint-Ventures im Bergbau, Abnahmevereinbarungen und sogar eine koordinierte strategische Lagerhaltung von Rohstoffen wie Graphit und Gallium. Diese Materialien gelten als essenziell für Hightech-Industrien und Batterietechnologien.
Sidhu verwies auf bestehende Partnerschaften, etwa die Liefervereinbarung zwischen Nouveau Monde Graphite und Panasonic, die als Modell für weitere Kooperationen dienen könnte. Der Minister führt derzeit Kanadas größte Handelsmission in der Asien-Pazifik-Region an, mit rund 300 Teilnehmern aus fast 180 Unternehmen und Organisationen.
Japans Interesse an engerer Zusammenarbeit ist stark von geopolitischen Spannungen geprägt. Das Land sucht verstärkt nach Alternativen zu chinesischen Lieferketten, nachdem Peking im Februar den Export bestimmter Dual-Use-Güter an japanische Firmen eingeschränkt hatte. Hintergrund sind politische Differenzen, unter anderem Tokios Haltung im Taiwan-Konflikt.
Neben Mineralien steht auch Energie im Fokus der Gespräche. Sidhu traf unter anderem Mitsubishi Corp., einen zentralen Investor im LNG-Canada-Projekt in British Columbia. Das Unternehmen signalisiere laut Sidhu großes Interesse an weiteren Investitionen in Kanada.
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