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Die unterschiedlichen Beiträge der erneuerbaren Energien

17.06.2026  |  AGEB
Verschiedene Betrachtungsperspektiven / Ambitionierte Ziele

Berlin – Die Bedeutung der erneuerbaren Energien für die inländische Energieversorgung wächst kontinuierlich. Damit steigen die Anforderungen an eine aussagekräftige Dokumentation der Entwicklung. Auch wegen nationaler und internationaler Berichtspflichten ist eine verlässliche und aktuelle Statistik zur Nutzung der erneuerbaren Energien in Deutschland wichtig.


Erneuerbare decken ein Fünftel des Primärenergieverbrauchs

Die grundsätzliche Bedeutung erneuerbarer Energien für die inländische Energieversorgung bemisst sich an ihrem Anteil am gesamten Primärenergieverbrauch (Grafik 1). 2024 überschritt die Nutzung der erneuerbaren Energien in Deutschland bezüglich des Beitrags zum Primärenergieverbrauch erstmals die Marke von 20 Prozent. Nach Mineralöl (35,7 Prozent) und Erdgas (26,8 Prozent) waren die Erneuerbaren auch 2025 die drittwichtigste Energiequelle und zudem der wichtigste heimische Energieträger.


Grafik 1 / Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch 2025

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Quelle: AGEB


Innerhalb der zurückliegenden 20 Jahre (Grafik 2) hat sich der Anteil der erneuerbaren Energien am inländischen Primärenergieverbrauch von gut 5 Prozent auf aktuell fast 21 Prozent (2025) erhöht. Besonders dynamisch war die Entwicklung in der Zeitspanne zwischen 2005 und 2012 mit einer Verdopplung des Anteils. In den Jahren 2013 bis 2016 flachte das Wachstum etwas ab. Von 2017 bis 2020 konnten die erneuerbaren Energien ihren Anteil wieder stärker ausbauen. 2021 kam es witterungsbedingt zu einem größeren Rückgang, seit 2022 steigt der Anteil wieder deutlich an.


Grafik 2 / Entwicklung des Anteils erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch 2005-2025

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Quelle: AGEB


Die Entwicklung des Beitrages erneuerbarer Energien zum Primärenergieverbrauch wird einerseits durch die Witterungsbedingungen und andererseits durch den (Netto-)Anlagenzubau bestimmt. Letzterer wiederum ist stark von den politischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen abhängig. Darüber hinaus haben die jeweilige Entwicklung bei den anderen Energieträgern sowie die Höhe und Veränderung des Gesamtverbrauchs Auswirkungen auf den jeweiligen Anteil der Erneuerbaren am Primärenergieverbrauch.

Mit einem Anteil von gut einem Fünftel am Gesamtverbrauch eines Jahres leisten die Erneuerbaren nicht nur einen wichtigen Beitrag zur inländischen Energieversorgung; der steigende Anteil leistet auch einen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele.

Zahlen zur Entwicklung des Anteils erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch veröffentlicht die AG Energiebilanzen in ihrer jährlichen Energiebilanz sowie unterjährig in ihren Quartalsberichten unter Verwendung von Daten der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat).


EU bemisst Beitrag der Erneuerbaren am Bruttoendenergieverbrauch

Mit mehreren europäischen Richtlinien für erneuerbare Energien haben sich die EU-Mitgliedsstaaten verbindliche Ziele für den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch gesetzt. Für 2030 liegt der Zielwert zwischen 42,5 und 45 Prozent. Für das Jahr 2025 gilt ein Zwischenwert von 27,9 Prozent und für 2027 ein Wert von 33 Prozent. Im Rahmen des Nationalen Energie- und Klimaplans (NECP) hat sich Deutschland 2024 verpflichtet, den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch bis 2030 auf 41 Prozent zu erhöhen.

Der Bruttoendenergieverbrauch ist eine von der EU eingeführte, spezifisch definierte Messgröße. Er umfasst den Endenergieverbrauch (alle Energieverbräuche der Letztverbraucher) einschließlich Übertragungsverluste und den Eigenverbrauch von Kraftwerken. Die Berechnungsgrundlagen für die Anteile der erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch unterliegen besonderen Vorgaben der europäischen Richtlinien. Dazu zählen eine Normalisierung der Stromerzeugung aus Wind- und Wasserkraftanlagen sowie Vorgaben für die Bioenergie und den Verkehrssektor.

2024 erreichte der Anteil der Erneuerbaren am Bruttoendenergieverbrauch in Deutschland eine Höhe von 22,5 Prozent (Grafik 3). Seit 2005 hat sich der Anteil damit um rund 15 Prozentpunkte erhöht (Grafik 4). Mit 23,8 Prozent lag der Anteil 2025 zwar um 1,3 Prozent über dem Wert des Vorjahres, jedoch deutlich hinter dem festgelegten Zwischenwert.


Grafik 3 / Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch 2025

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Quelle: AGEE-Stat (2026)



Grafik 4 / Entwicklung des Anteils erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch 2005-2025

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Quelle: AGEE-Stat



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