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Neue Iran-Spannungen stützen Rohölpreise – Brent steigt um 2%

09:30 Uhr  |  Redaktion
Die Ölpreise stiegen am Dienstag, da US-Militärschläge im Iran erneut Befürchtungen hinsichtlich einer anhaltenden Unterbrechung der weltweiten Energieversorgung und anhaltender Instabilität im Nahen Osten geschürt hatten, berichtet Reuters. Brent-Rohöl-Futures legten um 2,5% auf 98,50 $ pro Barrel zu und erholten sich damit von einem starken Einbruch um 7% am Vortag. US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate wurde derweil zu 91,95 $ pro Barrel gehandelt.

Die Märkte hatten sich kurzzeitig aufgrund von Hoffnungen auf ein Friedensabkommen zwischen Washington und Teheran entspannt. Doch erneute US-Angriffe im Süden des Iran und israelische Angriffe auf die Hisbollah entfachten die Spannungen erneut. Analysten sagten, die anhaltende Unsicherheit rund um die Straße von Hormus – eine wichtige Route für den globalen Transport von Öl und Gas – stütze weiterhin höhere Ölpreise.

US-Außenminister Marco Rubio erklärte, die Verhandlungen mit dem Iran könnten noch mehrere Tage dauern, wodurch die Erwartungen an einen sofortigen Durchbruch gedämpft wurden. Seit Beginn des Konflikts hat der Iran den nicht-iranischen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus weitgehend blockiert und damit rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssigerdgas-Transporte unterbrochen.

Trotz der anhaltenden Spannungen sollen die Gespräche zwischen iranischen Vertretern und katarischen Vermittlern in Doha Fortschritte in Richtung eines möglichen Waffenstillstandsabkommens gemacht haben. Laut Berichten könnte der Iran die Meerenge im Rahmen des vorgeschlagenen Abkommens innerhalb von 30 Tagen wieder öffnen, sodass der weltweite Schiffsverkehr wieder aufgenommen werden könnte.

Händler reagieren weiterhin sehr sensibel auf die Entwicklungen in der Region. Insbesondere seit mehrere Öltanker und LNG-Tanker die Durchfahrt durch die Meerenge wieder aufgenommen haben, ist die Lage angespannt. Die Unsicherheit bleibt jedoch hoch, da US-Präsident Donald Trump seine Forderung, der Iran solle sein angereichertes Uran aushändigen, bekräftigt hat. Dies schürt Befürchtungen, die Verhandlungen könnten noch scheitern.


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