Die Ölpreise gaben am Dienstag nach, nachdem US-Präsident Donald Trump den Aufschub einer geplanten Militäraktion gegen den Iran verkündet hatte. Dadurch wurden die Befürchtungen vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten vorerst gedämpft. Laut Reuters fiel Brent-Rohöl um 1,5% auf 110,37 $ pro Barrel, während auch US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate nachgab. Händler reagierten damit auf die Hoffnung, dass wieder Verhandlungen aufgenommen werden könnten.
Trump erklärte, er habe einen geplanten Angriff auf den Iran verschoben, um der Diplomatie mehr Zeit zu geben. Er warnte jedoch auch, dass die Militäraktion wieder aufgenommen werden könnte, sollten die Gespräche scheitern. Analysten sagten, die Äußerungen hätten dazu beigetragen, die Märkte zu beruhigen, die die Ölpreise kürzlich auf den höchsten Stand seit Wochen getrieben hatten.
Trotz des Rückgangs bleiben die Sorgen um die weltweite Energieversorgung groß. Der anhaltende Konflikt hat die Straße von Hormus, eine wichtige Schifffahrtsroute, über die laut der Internationalen Energieagentur rund 20% des weltweiten Öls und Flüssigerdgases transportiert werden, praktisch lahmgelegt.
Der Iran soll einen neuen Friedensvorschlag unterbreitet haben, der die Beendigung der Feindseligkeiten in der gesamten Region, den Abzug der US-Streitkräfte aus der Nähe des Iran sowie Entschädigungen für kriegsbedingte Schäden vorsieht. Unterdessen verlängerten die USA eine Sanktionsausnahme, die es energieabhängigen Ländern erlaubt, weiterhin russisches Öl auf dem Seeweg zu kaufen.
In den Vereinigten Staaten zeigten Regierungsdaten für die vergangene Woche einen Rekordabzug von 9,9 Millionen Barrel aus der strategischen Ölreserve. Dadurch sanken die Reserven auf den niedrigsten Stand seit Juli 2024. Analysten erwarten zudem, dass die US-Rohölvorräte in den kommenden Daten der Energy Information Administration weiter zurückgehen werden.
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