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Ölpreis gibt nach – Anzeichen, dass USA iranische Sperrung der Straße von Hormus lockern

08:00 Uhr  |  Redaktion
Am Montag gaben die Preise für US-Rohöl leicht nach, nachdem sie zuvor massiv angestiegen waren, berichtet Reuters. Die Sorte West Texas Intermediate (WTI) verbilligte sich um rund 1% auf etwa 105,36 Dollar pro Barrel. Dieser Rückgang folgte auf einen Kurssprung von über 4% in der vorangegangenen Handelssitzung, was Marktbeobachter primär als technische Korrektur und Gewinnmitnahmen der Händler nach der jüngsten Rallye einordnen.

Trotz der leichten Entspannung bleibt die Lage am Ölmarkt aufgrund massiver geopolitischer Spannungen im Nahen Osten hochgradig angespannt. Auslöser für die Preisvolatilität waren Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormuz sowie ein durch Drohnen verursachtes Feuer in einem bedeutenden Ölhafen der Vereinigten Arabischen Emirate. Diese Vorfälle gefährden eine der weltweit wichtigsten Handelsrouten für Erdöl und schüren Ängste vor weitreichenden Lieferunterbrechungen.

Ein dämpfender Faktor für die Preise war am Montag die Nachricht über eine neue Operation der US-Marine, die darauf abzielt, den Würgegriff um die Straße von Hormuz zu lockern und die Schifffahrt wieder zu sichern. Analysten betonten jedoch, dass dies bisher nur eine begrenzte Erleichterung darstellt. Zwar schwindet die Sorge vor einem totalen Lieferstopp, doch eine vollständige Normalisierung des Seeverkehrs ist in absehbarer Zeit nicht zu erwarten.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der hohen Energiepreise bereiten unterdessen auch den Zentralbanken Sorgen. Da der Ölpreis weiterhin deutlich über der Marke von 100 Dollar notiert, steigt der Inflationsdruck weltweit. Dies zwingt Währungshüter wie die Europäische Zentralbank und die US-Notenbank dazu, mögliche Zinserhöhungen in Betracht zu ziehen, um eine dauerhafte Preisspirale zu verhindern, während die Märkte nervös auf jede weitere Eskalation im US-Iran-Konflikt reagieren.


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