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Ölpreis fällt - Hoffnungen auf Dialog zwischen USA und Iran mildern Versorgungssorgen

08:10 Uhr  |  Redaktion
Die US-Rohöl-Futures (WTI) sind am Montag um mehr als einen US-Dollar gesunken, da Händler die aktuellen Risiken für das globale Angebot neu bewerten, berichtet Reuters. Nachdem die Preise zuvor aufgrund einer US-Blockade gegen iranische Schiffe in der Straße von Hormuz deutlich angestiegen waren, sorgten Berichte über eine anhaltende Gesprächsbereitschaft zwischen Washington und Teheran für eine leichte Entspannung. Der Preis für West Texas Intermediate (WTI) notierte zuletzt bei etwa 97,76 USD je Barrel, was einem Rückgang von rund 1,3% entspricht.

Im Zentrum der Marktunruhe steht die militärische Blockade der strategisch wichtigen Straße von Hormuz durch die USA, die den Export iranischen Öls unterbinden soll. Analysten schätzen, dass durch diese Maßnahme effektiv bis zu 10 Millionen Barrel Rohöl am Tag dem Weltmarkt entzogen werden könnten, sollte die Blockade vollständig aufrechterhalten werden. Diese massive Angebotsverknappung hatte die Ölpreise in der vorangegangenen Sitzung zeitweise über die Marke von 100 USD getrieben, bevor die jüngste Abwärtskorrektur einsetzte.

Trotz der aggressiven Haltung der USA zeigen Signale aus dem Weißen Haus, dass man weiterhin offen für diplomatische Verhandlungen ist, um den Konflikt mit dem Iran beizulegen. Diese Hoffnung auf eine Deeskalation dämpfte die Sorgen vor einem langanhaltenden Versorgungsschock und führte dazu, dass Investoren erste Gewinne mitnahmen. Dennoch bleibt die Lage volatil, da NATO-Verbündete wie Großbritannien und Frankreich sich bisher weigern, die Blockade aktiv zu unterstützen, und stattdessen auf eine Wiedereröffnung der Wasserwege drängen.

Für den weiteren Verlauf des Jahres 2026 bleibt die Prognose für den Ölmarkt eng an die geopolitischen Entwicklungen geknüpft. Während der Basisfall der OECD davon ausgeht, dass die Energiepreise bei einer baldigen Lösung sinken könnten, warnen Experten vor einem Szenario, in dem die Preise dauerhaft hoch bleiben. Dies könnte das globale Wirtschaftswachstum erheblich schwächen und die Inflation erneut anheizen, was die Zentralbanken weltweit vor große Herausforderungen bei der Zinspolitik stellen würde.


© Redaktion RohstoffWelt.de



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