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EIA-Bericht: Rekord-Preisanstieg bei Rohöl im ersten Quartal 2026

09:48 Uhr  |  Redaktion
Im ersten Quartal 2026 verzeichneten die weltweiten Rohölpreise einen der drastischsten Anstiege der jüngeren Geschichte, wie die U.S. Energy Information Administration (EIA) berichtet. Der Preis für die Referenzsorte Brent startete das Jahr bei 61 USD je Barrel und schoss bis zum Quartalsende auf 118 USD je Barrel hoch. Laut EIA-Daten ist dies auf inflationsbereinigter Basis der stärkste Preisanstieg innerhalb eines Quartals seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 1988. Hauptauslöser für diese Entwicklung waren massive Versorgungsunterbrechungen bei Rohöl- und Produktexporten aus dem Nahen Osten.

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Parallel zum Rohöl verteuerten sich auch Mineralölprodukte wie Benzin, Diesel und Kerosin rasant. Da Rohöl den größten Kostenfaktor bei der Herstellung dieser Kraftstoffe darstellt, gaben die Raffinerien die Preissteigerungen direkt an die Verbraucher weiter. Am 30. März 2026 erreichten die durchschnittlichen Einzelhandelspreise in den USA mit 3,99 USD je Gallone für Benzin und 5,40 USD je Gallone für Diesel die höchsten realen Werte seit über zwei Jahren.

Trotz der hohen Rohstoffkosten liefen die US-Raffinerien im ersten Quartal auf Hochtouren. Der Durchsatz übertraf den Fünfjahresdurchschnitt deutlich und erreichte ein Niveau, das zuletzt im Zeitraum 2018–2020 beobachtet wurde. Ein wesentlicher Grund für die hohe Auslastung war, dass viele Raffinerien ihre geplanten Wartungsarbeiten bereits im Herbst 2025 abgeschlossen hatten, wodurch im ersten Quartal 2026 weniger Kapazitäten stillstanden.

Besonders lukrativ war in diesem Zeitraum die Produktion von Destillaten (wie Diesel und Heizöl). Die sogenannten „Crack Spreads“ – die Differenz zwischen dem Rohölpreis und dem Verkaufspreis der Endprodukte – erreichten im Hafen von New York im März einen Durchschnittswert von 1,42 USD je Gallone. Dies ist der höchste monatliche Stand seit 2022 und liegt weit über dem Durchschnitt der Vorjahre, was den Raffinerien trotz der hohen Inputkosten starke Margen sicherte.

Der Bericht der EIA identifiziert zudem mehrere spezifische Faktoren, die den Preisdruck bei Destillaten verschärften. Neben den Sanktionen gegen Russland, die zu erhöhten US-Exporten nach Europa führten, sorgte extrem kaltes Wetter im Nordosten der USA für einen sprunghaften Anstieg des Heizölbedarfs. Gleichzeitig war die Nachfrage im Transportsektor im Februar ungewöhnlich hoch, während weniger erneuerbarer Diesel als in den Vorjahren zur Ergänzung der Vorräte zur Verfügung stand.


© Redaktion RohstoffWelt.de


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