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Gazprom demnächst in Libyen aktiv?

27.04.2012  |  EMFIS
Moskau - (www.emfis.com) - Nachdem sich politische Lage in Libyen wieder etwas entspannt hat, erfreut sich das Land auch für Energie-Produzenten immer mehr an Beliebtheit. Dies gilt offensichtlich auch für den russischen Gas-Giganten Gazprom, denn die Gesellschaft trägt sich mit dem Gedanken, in Libyen wieder geschäftlich aktiv zu werden.

Konkret handelt es sich um das Elephant-Projekt, an welchem der italienische Konzern Eni einen 50prozentigen Anteil hält. Aufgrund des Bürgerkriegs in Libyen war das Projekt, welches ursprünglich von Gazproms Tochter-Unternehmen Gazprom Neft betrieben werden sollte, auf Eis gelegt worden. Nun gab Eni bekannt, dass man eine Kooperation mit Gazprom bezüglich des angesprochenen Projekts wieder fortsetzen möchte, falls die Russen dahingehend ihr Interesse weiterhin bekräftigen sollten. Sollte dem so sein  und auch die libysche Regierung ihre Zustimmung erteilen, dürfte einer Zusammenarbeit nichts im Wege stehen, teilte Eni-Chef unlängst mit.


Einstieg innerhalb eines Jahres möglich

Bereits im Dezember vergangenen Jahres wurde bekannt, dass sich die Russen einen Einstieg grundsätzlich vorstellen könnten. Dieser wäre innerhalb eines Jahres nach Beendigung der Unruhen in dem Land vorstellbar. Gazprom würde in diesem Fall einen 33prozentigen Anteil an dem Projekt von Eni erhalten. Die Kaufsumme soll Presseberichten zufolge bei 163 Millionen Dollar liegen.

Für Gazprom könnte der Einstieg in das Elephant-Projekt in Libyen grundsätzlich kein Fehler sein, sollte sich die Lage im Land nicht wieder verschlechtern. Da in Libyen noch große Menge an Öl und Gas lagern, könnte sich das mögliche Engagement der Russen durchaus auszahlen. Gazprom Neft hatte bereits in diesem Monat angekündigt, dass Vertreter des Unternehmens voraussichtlich im Mai nach Libyen reisen könnten, um die genaue Situation des Projekts einzuschätzen. Es bleibt also abzuwarten, wie die Prüfung der Russen verlaufen wird.
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