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Russen lassen bei RWE nicht locker

16.02.2012  |  EMFIS
RTE Essen - (www.emfis.com) - Kaum ist eine Zusammenarbeit zwischen Gazprom und dem Essener Versorger RWE vom Tisch, klopft bereits das nächste russische Unternehmen an die Tür der Deutschen, um künftig gemeinsam zu agieren.  

Namentlich handelt es sich bei der betreffenden Gesellschaft um den hierzulande in Anlegerkreisen wenig bekannten russischen Stromkonzern Inter Rao. Berichten zufolge wollen die beiden Strom-Giganten die Chancen für die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens im Bereich Kraftwerke ausloten.


Gespräche gerade erst begonnen

Entsprechende Gespräche wurden von beiden Unternehmen bestätigt, wobei man darauf hinwies, dass sich der gedankliche Austausch noch in einem sehr frühen Stadium befindet. Bislang gab es erst ein Arbeitstreffen und ob es schlussendlich zu einer Zusammenarbeit kommt, ist völlig offen. Für RWE hätte eine Kooperation in jedem Fall den Vorteil, dass die nach dem Atomausstieg etwas klammen Essener ihre Investitionskosten für neue Kraftwerke senken könnten.


Inter Rao auf dem Weg in die Top-Ten

Aber auch für Inter Rao würde eine Zusammenarbeit Sinn machen. Denn eine solche würde die Russen auf ihrem Weg, bis 2020 in die Top-Ten-Riege der internationalen Strom-Größen aufzusteigen, deutlich voranbringen. Derzeit betreiben die Russen bereits Kraftwerke in 27 Ländern mit einer Gesamtleistung von 29 Gigawatt. Und sofern es tatsächlich zu einer Zusammenarbeit zwischen Inter Rao und RWE kommen sollte, dürften sich zu dieser Zahl noch einige weitere Kraftwerke hinzugesellen. Für die Russen hätte das gleichzeitig den Vorteil, von den höheren Strompreisen in Europa profitieren zu können.


Fazit:

Auch wenn eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen grundsätzlich viel versprechend erscheint, muss damit gerechnet werden, dass es dazu nicht kommt. Wahrscheinlich werden die politischen Vorbehalte nach wie vor zu groß sein und gerade im Bereich der Energie-Versorgung will Deutschland sich von Russland nicht noch abhängiger machen als man es ohnehin bereits ist.
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