• Sonntag, 15 Februar 2026
  • 18:34 Frankfurt
  • 17:34 London
  • 12:34 New York
  • 12:34 Toronto
  • 09:34 Vancouver
  • 04:34 Sydney

Hat Chevron in Brasilien demnächst ausgespielt?

22.11.2011  |  EMFIS
RTE San Ramon - (www.emfis.com) - Dass die Öl-Förderung auf hoher See mit beträchtlichen Risiken vor allem für die Umwelt verbunden ist, wird spätestens nach dem jüngsten Unfall vor der brasilianischen Küste immer klarer. Und da die dortige Regierung in solchen Dingen offenbar wenig Spaß versteht, steht dem amerikanischen Energie-Riesen Chevron einiges an Ärger ins Haus.  

Der Konzern hat die volle Verantwortung für das Leck übernommen, aus dem erhebliche Mengen Öl in den Ozean strömen. Chevron geht von 2.400 Barrel täglich aus, während die brasilianische Regierung mit 5.000 Barrel rechnet. Zum Vergleich: Bei der Deep-Water-Horizon-Katastrophe belief sich der Ölaustritt pro Tag auf etwa 3.000 Barrel.  


Höhe der Schadensersatz-Forderung noch nicht endgültig bezifferbar

Da die brasilianischen Behörden dem Öl-Konzern vorwerfen, das Ausmaß des Lecks zunächst verschleiert und zu spät mit der Beseitigung des Öl-Teppichs begonnen haben, hat man gegen Chevron zunächst eine Geldstrafe von 28 Millionen Dollar verhängt. Doch damit nicht genug: Regierungsangaben zufolge könnte die Summe auf 44 Millionen Dollar steigen. Sollten weitere Versäumnisse bekannt werden, müssen die Amerikaner sogar noch mit fünf oder sechs weiteren Geldstrafen in ähnlicher Höhe rechnen. Darüber hinaus hat auch der Staat Rio de Janeiro verlauten lassen, ebenfalls Schadensersatzansprüche geltend zu machen.  


Weitere Strafen nicht auszuschließen

Selbst Geldbußen in einer dreistelligen Millionenhöhe wären von Chevron ohne größere Schwierigkeiten zu stemmen. Viel mehr Sorge dürfte dem Unternehmen der Umstand bereiten, dass die brasilianischen Behörden auch noch andere Strafen in Betracht ziehen. So kann sich die Administration von Rio de Janeiro vorstellen, das US-Unternehmen für fünf Jahre von allen öffentlichen Ausschreibungen auszuschließen. Das brasilianische Umweltministerium sprach sogar von einem möglichen Entzug der Förderlizenzen für die Ölvorkommen vor der brasilianischen Küste. Und das wäre für Chevron wahrlich ein harter Schlag.


Fazit:

Bekanntlich wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Das vergleichsweise harte Vorgehen der Brasilianer gegen Chevron ist anlässlich der Häufung entsprechender Ereignisse in gewisser Weise verständlich. Zu einem Entzug der Förder-Genehmigungen sollte es jedoch nicht kommen, da Brasilien (noch) auf Investitionen internationaler Großkonzerne angewiesen ist, um die beträchtlichen Rohstoff-Vorkommen des Landes ausbeuten zu können.
Bewerten 
A A A
PDF Versenden Drucken

Für den Inhalt des Beitrages ist allein der Autor verantwortlich bzw. die aufgeführte Quelle. Bild- oder Filmrechte liegen beim Autor/Quelle bzw. bei der vom ihm benannten Quelle. Bei Übersetzungen können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Der vertretene Standpunkt eines Autors spiegelt generell nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers wieder. Mittels der Veröffentlichung will dieser lediglich ein pluralistisches Meinungsbild darstellen. Direkte oder indirekte Aussagen in einem Beitrag stellen keinerlei Aufforderung zum Kauf-/Verkauf von Wertpapieren dar. Wir wehren uns gegen jede Form von Hass, Diskriminierung und Verletzung der Menschenwürde. Beachten Sie bitte auch unsere AGB/Disclaimer!



Unternehmen dieses Artikels
Unternehmen Land WKN Symbol Profil News News, engl. Forum Details
Chevron Corp. USA USA 852552 CVX      
© 2007 - 2026 Rohstoff-Welt.de ist ein Mitglied der GoldSeiten Mediengruppe
Es wird keinerlei Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen! Alle Angaben ohne Gewähr!
Kursdaten: Data Supplied by BSB-Software.de (mind. 15 min zeitverzögert)