Gazprom - alles hat mal ein Ende
Auch bei der Gazprom Aktie musste früher oder später eine Verschnaufpause einsetzen. So auch prompt geschehen als die Aktie, kurz nach Veröffentlichung der vergangenen Analyse vom 10. März, eine bis heute andauernde Abwärtsbewegung einleitete. Dieser Rückschlag gestaltet sich derzeit jedoch vielmehr durch eine heftige Korrektur, als nur durch eine normale und auch durchaus – wie auch damals erwähnte - wünschenswerte Konsolidierung. Letztlich bleibt das Scheitern an der Widerstandsmarke von 20,00 EUR sowie der jüngste Durchbruch durch den gleitenden 200-Tage-Durchschnitt (SMA - aktuell bei 16,16 USD). Ob sich die Aktie wieder fangen kann oder dies der Beginn einer möglichen Trendwende ist, soll im anschließenden Fazit analysiert werden.
Fazit:
Aufgrund des scharfen Abverkaufs ist grundsätzlich eine jederzeit einsetzende Gegenbewegung möglich. Doch die vergangenen Wochen erwecken den Eindruck, als könnte die Aktie durchaus noch weiter unter Abwertungsdruck leiden. Unterhalb von 16,60 EUR bleibt die Lage daher angespannt und weiter fallende Kurse bis rund 14,00 EUR erscheinen möglich. Unterhalb davon würde sich zudem weiteres Rückschlagspotenzial bis in den Bereich um 12,50 EUR eröffnen. Hingegen könnte die Aktie bei einem nachhaltigen Comeback über 16,60 EUR die angeschlagene Situation leicht entschärfen und weitere Aufschläge bis 17,50 EUR initiieren.
Für einen letztlich Befreiungsschlag bedarf es jedoch Kurse über 18,10 EUR. In diesem Fall wäre der Angriff auf die primäre Abwärtstrendlinie gegeben und oberhalb davon weitere Chancen für Kurse bis zum Widerstandslevel bei 20,00 EUR gegeben. Gelingt hierbei der Ausbruch über das Niveau von 20,10 EUR, steht weiteren Kursavancen bis hin zu dem Allzeithoch bei 26,08 EUR nichts entgegen.

Long Szenario:
Die gegenwärtige Situation der Gazprom Aktie ist alles andere als bullisch. Einzig eine zügige Rückkehr über 16,60 EUR mitsamt Folgeperformance bis 17,50 EUR wäre ein Signal in Richtung weiterer Kursperformance. Oberhalb davon bestünde hierbei die Möglichkeit die primäre Abwärtstrendlinie zu durchbrechen und einen Ausbruch über 20,10 EUR zu vollziehen. Über diesem Widerstand wären weitere Kursavancen bis zum Allzeithoch aus 2008 bei 26,08 EUR einzukalkulieren.
Short Szenario:
Aufgrund des Unterschreitens des gleitenden 200-Tage-Durchschnitts sind kurzfristig durchaus noch weiter fallende Notierungen bis rund 14,00 EUR zu erwarten. Dort, nach möglicher Korrekturpause, wäre unterhalb davon der nächste Abwärtsschub möglich. Unterhalb von 13,85 EUR sollte sich daher die laufende Korrekturbewegung weiter ausdehnen können und zu Kursen bis wenigstens 12,50 EUR führen. Darunter erscheinen Kurse im einstelligen Niveau keinesfalls ausgeschlossen.
© Christian Kämmerer
Technischer Analyst bei BörseGo/GodmodeTrader
Offenlegung gemäß § 34b WpHG WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.





