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Goldpreis: Rekorde, Rekorde

24.09.2010  |  Rainer Hahn
RTE - Rohstoffe-Go - Die 1.300er-Marke wurde erreicht, der Goldpreis ist auf dem Weg zu immer neuen Hochs. Es gibt reichlich Gründe für den Anstieg, doch es warnen bedeutende Stimmen vor einer Übertreibung.

Der Handel am Mittwoch war, was den Goldpreis angeht, intensiv. Zwar war die Schwankungsbreite mit einer Intraday-Range zwischen 1.286 Dollar und 1.296 Dollar für die Feinunze nicht spektakulär hoch, doch die Intraday-Bewegung zeigt den bewegten Handelsverlauf. In zwei Wellen ging es aus dem Bereich des Tagestiefs hoch in Richtung der 1.300er-Marke, die nicht erst seit dem heutigen Tag im Fokus vieler Trader und Marktkommentatoren steht.

Aus charttechnischer Sicht ist der Intraday-Rückschlag durchaus nachvollziehbar. Der Kurs der Feinunze Gold war klar über das obere Ende des Bollinger-Bandes hinaus geschossen. Das endet derzeit bei 1.283 Dollar. Der Kursverlauf zeigt aber ebenso einen klaren Aufwärtstrend. Dieser hat sich zuletzt gefestigt mit dem Ausbruch über das vorherige September-Hoch, das zusammen mit dem Monatshoch aus dem Juni dieses Jahres eine wichtige Widerstandsmarke gebildet hat. Eine breitere Zone um die Marke von 1.260 Dollar ist nun die erste Unterstützung für den Goldpreis.

Doch das alles ist in erster Linie kurzfristiges Tradinggeplänkel. Der übergeordnete Trend des Goldpreises zeigt nach oben - und das nicht erst seit wenigen Tagen. Immer wieder befeuern verschiedene starke fundamentale Gründe die Aufwärtsbewegung. Langfristige Nachfragetrends aus verschiedenen Bereichen, seien es die Industrie oder die Finanzinvestoren, zeigen nach oben.

Diese Faktoren bilden die Basis für den Aufschwung des Goldpreises, allen kurzfristigen Schwankungen zum Trotz. Das gilt vor allem für die Investment-Nachfrage. Saisonal spielt zudem eine Rolle, dass in der zweiten Jahreshälfte die Nachfrage von Seiten der Schmuckindustrie steigen sollte.

Kurzfristig kommen dann noch verschiedene Ängste bei Investoren hinzu, die immer wieder Gelder an den Goldmarkt, den vermeintlich sicheren Hafen, spülen. Geschürt werden diese Ängste nach wie vor aus zwei Quellen: Zum einen sind es die Konjunkturdaten und - als Folge daraus - zum anderen immer noch grassierende Zweifel über die finanzielle Stabilität der Haushalte verschiedener europäischer Staaten. Es ist nicht davon auszugehen, dass diese beiden Faktoren so schnell aus dem Markt verschwinden. Die Unsicherheit um die Entwicklung der US-Konjunktur ist weiterhin groß. Damit ist davon auszugehen, dass von der Investmentseite weiter reichlich Geld in Richtung des Goldmarktes fließt, vor allem in Richtung der Exchange Traded Funds, die sich am Goldmarkt engagieren.

Doch es gibt auch warnende Stimmen. Eine der lautesten kommt von der "Investoren-Legende" George Soros. Der Ungar warnt auf einer Veranstaltung von Thomson Reuters vor einer Blase am Goldmarkt. Der Preis der Feinunze könne zwar noch weiter steigen, so Soros, der die Macht von Trends kennt. Doch Soros weist darauf hin, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Definitiv sei der Goldmarkt aber nicht sicher, so Soros, allen Trends zum Trotz.
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