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Rohstoffe und Gold als Absicherung in Zeiten einer Inflation

16.07.2021 | 11:11 Uhr | Alerts, Macro, WisdomTree
Die Long Time Series, zurück in die 1970er Jahre

Rohstoffe waren in der Vergangenheit ein guter Inflationsschutz. Wie Abbildung 1 zeigt, sind die Rohstoffpreise in Zeiten höherer Inflation typischerweise gestiegen. Auch Gold bewies sich in der Vergangenheit als starker Inflationsschutz (Abbildung 2). In den 1970er Jahren, als die Inflation besonders gestiegen war, diente Gold als Absicherung gegen den zunehmenden Preisdruck.


Quelle: WisdomTree, Bloomberg. Der Rohstoffpreis basiert auf Bloomberg Commodity Total Return (BCOMTR-Index); US-VPIInflation. März 1973 bis März 2021 Unter Anwendung der Quartey-Frequenz von Daten. Die historische Wertentwicklung ist kein Maßstab für zukünftige Ergebnisse, da der Wert jeder Anlage fallen kann.



Quelle: WisdomTree, Bloomberg. Daten vom 31.03.2021. Der Goldpreis basiert auf Bloomberg-Spotpreisen; US-VPI-Inflation. März 1973 bis März 2021 Unter Anwendung der Quartey-Frequenz von Daten. Die historische Wertentwicklung ist kein Maßstab für zukünftige Ergebnisse, da der Wert jeder Anlage fallen kann.


Der Zusammenhang zwischen Inflation und Renditen: Beta (1988 bis 2021)

Rohstoffe weisen ein höheres Inflations-Beta auf als jede andere Anlageklasse, einschließlich Gold (Abbildung 3). Dennoch hat Gold ein sehr starkes Inflations-Beta, das um ein Vielfaches höher ist als das von Aktien. Dies deutet darauf hin, dass Rohstoffpreise zwar der Inflation nach oben, aber auch nach unten folgen. Gold jedoch folgt der Inflation tendenziell nur nach oben, was sich in einem insgesamt geringeren Beta niederschlägt. Mehrere Anlageklassen reagieren auf die "erwartete Inflation".

In dem Fall werden die Erwartungen oft durch die monetären Bedingungen und Beurteilungen über die Nachfragestärke in der Wirtschaft gebildet. Diese Erwartungen sind oft bedarfsorientiert. Eine Inflation kann jedoch auch durch angebotsseitige Schocks ausgelöst werden. Zum Beispiel hat der Cyberangriff auf die Colonial Pipeline im vergangenen Monat den Benzinpreis für die Verbraucher erhöht.

Es gibt aber auch das Beispiel der anhaltenden Dürre in Brasilien, die die Lebensmittelpreise in die Höhe treibt. Die meisten Anlageklassen reagieren in der Regel viel weniger auf diese Art von Inflation. Die Rohstoffpreise stehen jedoch in direktem Zusammenhang mit vielen angebotsseitigen Schocks. Dies kann sie zu einer besseren Absicherung gegen die realisierte Inflation werden lassen. Diese Beispiele für angebotsseitige Schocks neigen oft dazu, die Margen der Unternehmen zu drücken und wirken sich daher eher negativ auf Aktien oder Unternehmensanleihen aus.

Während Abbildung 3 die Betas für die gesamte Zeitreihe über 30 Jahre zeigt, erkennen wir an, dass diese Statistiken nicht auf konstantem Niveau liegen würden. Im Zeitraum 2010 bis 2020 waren es 6,2 für breit gefasste Rohstoffe, 1,1 für Gold, 2,0 für US-Aktien, -1,2 für US-Staatsanleihen und -0,6 für US-Unternehmensanleihen. Das deutlich niedrigere Beta von Gold in den 2010er Jahren spricht erneut dafür, dass Gold in Umgebungen mit hoher Inflation besser abschneidet und der Zeitraum 2010-2020 durch das Fehlen einer starken Inflation gekennzeichnet war. Anleger müssen sich überlegen, ob die 2020er eher eine Fortsetzung der 2010er sind oder einem früheren historischen Paradigma ähneln.


Quelle: WisdomTree, Bloomberg. Vom 31. Dezember 1988 bis zum 31. Mai 2021. Die Berechnungen basieren auf monatlichen Renditen in USD. US-Aktien steht für den S&P 500 Brutto-TR-Index. US-Staatsanleihen stehen für Bloomberg Barclays US Treasury TR Index. US Corporate Bonds steht für Bloomberg Barclays US Corporate TR Index. Broad Commodities steht für Bloomberg Commodity TR Index. Die historische Wertentwicklung ist kein Maßstab für zukünftige Ergebnisse, da der Wert jeder Anlage fallen kann.


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