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Energie: 50-Dollar-Marke hält

03.04.2017 | 6:00 Uhr | Klumpp, Frank, LBBW
50-Dollar-Marke hält

In der laufenden Handelswoche haben sich die Ölpreise nach kräftigen Preiseinbußen zunächst stabilisiert. Die markttechnisch bedeutende Zone zwischen der 50-Dollar-Marke und der 200-Tage-Linie (Mai-Future: 50,50 USD/bbl) konnte offenbar ihre stützende Wirkung entfalten.

Es fanden sich offenbar nicht genügend spekulativ orientierte Marktteilnehmer, die auf dem ermäßigten Preisniveau Long-Positionen (weiter) reduzierten bzw. Short-Positionen ausbauten - beides hatte zuvor die Preise auf Talfahrt geschickt (vgl. Grafik 2).



Zwei Nachrichten sorgten für eine Stabilisierung: (1) Am Dienstag vermeldete Libyen Störungen ihrer großen Felder Waha und Sharara. Eine Blockade reduzierte den Output um 252.000 Barrel pro Tag, gerade als sich die libysche Ölproduktion nach Jahren des Brachliegens in einer Erholungsphase befand (vgl. Grafik 3). (2) Die wöchentlichen EIA-Daten, die die Sorgen über hohe Lagerbestände dämpften.



EIA Wochendaten heben die Preise

Zwar waren die landesweiten Rohöllagerbestände vorige Woche auf einen neuen Rekordwert von 534 Mio. Barrel angestiegen, die Benzinlager wurden jedoch mit 3,7 mb deutlich stärker als erwartet abgebaut. (vgl. Grafik 4). Der Shale-Boom geht unterdessen weiter; die heimische Förderung legte um 18 Tsd. bpd auf 9,15 mbpd zu.



Ausblick: OPEC Verlängerung im Mai?

Ein weiterer Faktor, der die Preise stabilisieren sollte, ist die Aussicht auf eine Verlängerung des OPEC-Abkommens über die bisher vereinbarte Dauer hinaus. Am 23. Mai werden sich die OPEC-Staaten regulär wieder versammeln, um darüber zu beraten. Wir gehen davon aus, dass eine Verlängerung beschlossen wird, auch wenn im Vorfeld Druck auf alle Teilnehmer, auch außerhalb der OPEC, ausgeübt werden dürfte.

Bisher halten sich die OPEC-Kartellmitglieder weitgehend an die Vereinbarungen. Erste Schätzungen für den März, die am Mittwoch von der Nachrichtenagentur Reuters veröffentlicht wurden, bestätigten den Trend der ersten beiden Monate und zeigen eine aggregierte Erfüllungsquote von 95%. Dabei blieb Saudi-Arabien erneut unter der 10 mbpd-Schwelle.

Selbst Irak, wo nach den Januar-Zahlen Konfliktpotenzial vorprogrammiert schien, reduzierte die Förderung und erreichte im März fast zwei Drittel der vereinbarten Kürzung.


© Frank Klumpp, CFA
Commodity Research

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart



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