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Ölpreis steigt um 4 Dollar - Trump lehnt Antwort des Iran auf US-Friedensvorschlag ab

08:00 Uhr  |  Redaktion
Die weltweiten Ölpreise sind am Montag sprunghaft angestiegen, nachdem die diplomatischen Bemühungen zwischen den USA und dem Iran um einen Friedensvorschlag vorerst gescheitert sind, berichtet Reuters. Sowohl die Sorte Brent als auch die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verzeichneten am Morgen ein Plus von über drei Dollar pro Barrel. Dieser Preissprung macht die Verluste der Vorwoche fast vollständig rückgängig, in der die Märkte noch optimistisch auf ein baldiges Ende des seit zehn Wochen andauernden Konflikts gehofft hatten.

Auslöser für die Marktreaktion war die klare Ablehnung der iranischen Antwort durch US-Präsident Donald Trump. Nachdem Washington einen Vorschlag zur Beendigung der Feindseligkeiten unterbreitet hatte, übermittelte Teheran am Sonntag eine Gegenreaktion, die unter anderem ein Ende der Seeblockade und Entschädigungszahlungen für Kriegsschäden forderte. Trump bezeichnete die iranischen Bedingungen auf der Plattform „Truth Social“ als „völlig inakzeptabel“ und dämpfte damit die Erwartungen an eine schnelle diplomatische Lösung.

Die Lage auf dem Energiemarkt bleibt durch die weitgehende Sperrung der Straße von Hormuz extrem angespannt. Da eine der wichtigsten Schlagadern für den weltweiten Öltransport blockiert bleibt, sorgen Versorgungsängste für eine anhaltend hohe Volatilität. Analysten betonen, dass der Markt derzeit massiv auf geopolitische Schlagzeilen reagiert und jede Ablehnung oder Warnung aus Washington oder Teheran sofortige Auswirkungen auf die Preise hat.

Experten von Finanzinstituten wie der ING gehen davon aus, dass die geopolitische Risikoprämie den Ölpreis noch länger stützen wird. Selbst wenn der akute Schock Ende 2026 abklingen sollte, könnten das Risiko erneuter Störungen im Persischen Golf und die erschöpften Lagerbestände dafür sorgen, dass der Brent-Preis bis weit in das Jahr 2027 hinein auf hohem Niveau bleibt. Ein dauerhaftes Sinken der Preise wird erst erwartet, wenn sich das Angebot stabilisiert und die diplomatischen Spannungen nachhaltig gelöst sind.


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