Das US-Energieministerium hat angekündigt, ab nächster Woche über einen Zeitraum von vier Monaten insgesamt 172 Millionen Barrel Öl aus den strategischen Reserven freizugeben, berichtet die New York Times. Diese Maßnahme ist Teil einer koordinierten Aktion der 32 Mitgliedstaaten der Internationalen Energieagentur (IEA). Ziel der Initiative ist es, das weltweite Angebot zu erhöhen und einen weiteren Anstieg der Ölpreise infolge der anhaltenden Konflikte im Nahen Osten zu verhindern.
Trotz dieser massiven Intervention reagierten die Märkte am Mittwochabend mit steigenden Preisen. Der Preis für die internationale Referenzsorte Brent kletterte in Richtung der Marke von 100 US-Dollar pro Barrel, nachdem er vor der offiziellen IEA-Ankündigung noch bei unter 90 US-Dollar gelegen hatte. Die Marktteilnehmer scheinen die zusätzliche Versorgung vor dem Hintergrund der geopolitischen Spannungen bisher als nicht ausreichend zu bewerten.
Präsident Trump hatte diesen Schritt bereits im Vorfeld bei einem Besuch in Ohio angedeutet. Er begründete die Entscheidung damit, den Druck auf die Treibstoffkosten und die Preise an den Tankstellen lindern zu wollen, da die Benzinpreise in den USA den elften Tag in Folge gestiegen waren. Trump versprach zudem, die entnommenen Vorräte zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufzufüllen, sobald sich die Marktlage beruhigt habe.
Kritik an dem Vorgehen kam umgehend von den Demokraten. Der Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, bemängelte, dass die Freigabe der Reserven viel zu spät erfolgt sei. Schumer betonte, dass die Auswirkungen der Blockade in der Straße von Hormuz bereits deutlich spürbar seien und der Präsident durch sein zögerliches Handeln Probleme geschaffen habe, die durch die jetzige Freigabe der strategischen Reserven allein nicht mehr zu lösen seien.
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