Flammen im Golf: Kein schnelles Ende in Sicht
Die Verunsicherung an den Energiebörsen hat am Donnerstag zu extremen Preissprüngen geführt, wobei der Preis für die Sorte Brent zeitweise erneut die Marke von 100 US-Dollar je Barrel durchbrach. Dennoch bleibt die Lage volatil: Analysten warnen, dass ohne eine schnelle Deeskalation Preise von bis zu 200 US-Dollar drohen könnten, was die weltweiten Inflationssorgen massiv verschärft.
Ein Reuters-Bericht vom 12. März 2026 beschreibt eine gefährliche Eskalation im Nahen Osten, bei der sowohl die USA als auch der Iran signalisieren, dass ein schnelles Ende des laufenden Konflikts nicht in Sicht ist. Während US-Präsident Donald Trump erklärte, es sei notwendig, „die Aufgabe zu Ende zu bringen“, reagierte Teheran mit einer deutlichen Warnung an die Weltgemeinschaft: Man solle sich auf Ölpreise von bis zu 200 Dollar je Barrel einstellen, da die regionale Sicherheit durch das Handeln der USA destabilisiert worden sei.
Ein dramatischer Schwerpunkt des Berichts liegt auf neuen Angriffen in irakischen Gewässern. Laut Angaben von Hafenbehörden und Sicherheitsfirmen wurden zwei Treibstofftanker von iranischen Sprengbooten angegriffen und in Brand gesetzt, wobei mindestens ein Besatzungsmitglied ums Leben kam. Diese Attacken markieren eine Ausweitung der Kampfhandlungen auf die zivile Schifffahrt außerhalb der unmittelbaren iranischen Küstengewässer und verdeutlichen die Bedrohung für globale Energielieferketten.
Trotz der heftigen Angriffe gab sich Präsident Trump kämpferisch und behauptete, die US-Streitkräfte hätten bereits 58 iranische Marineschiffe ausgeschaltet. Er betonte, der Iran stehe „praktisch am Ende seiner Kräfte“ und die strategisch wichtige Straße von Hormus sei in „gutem Zustand“. Dennoch bleibt die Meerenge, durch die etwa ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird, für den Großteil des Tankerverkehrs blockiert, was Trumps Darstellung eines nahen Sieges widerspricht.
International wächst die Besorgnis über eine lang anhaltende Wirtschaftskrise. Die G7-Staaten prüfen derzeit Optionen für militärische Eskorten, um Handelsschiffen eine sichere Passage durch den Golf zu ermöglichen. Währenddessen setzt der Iran seine Strategie der wirtschaftlichen Zermürbung fort und droht damit, regionale Handels- und Wirtschaftszentren zu legitimen Zielen zu erklären, sollten iranische Häfen von den USA oder Israel angegriffen werden.
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