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Illegaler Goldabbau boomt – die USA müssen handeln

21.08.2025  |  Redaktion
Illegaler Goldabbau hat sich zu einem der am schnellsten wachsenden illegalen Wirtschaftszweige in der westlichen Hemisphäre entwickelt. Er hat schwerwiegende Folgen für die regionale Sicherheit, die Menschenrechte und die Umwelt. Ein neuer Bericht der FACT Coalition zeigt auf, wie das US-Finanzsystem angesichts seiner Stellung als wichtiger Goldverbrauchermarkt die Geldwäsche illegaler Goldgewinne erleichtert.

Julia Yansura, Programmdirektorin für Umweltkriminalität und illegale Finanzgeschäfte bei der FACT Coalition, betont, dass der illegale Goldabbau die Rechtsstaatlichkeit untergräbt und das organisierte Verbrechen fördert. Die USA spielen eine Schlüsselrolle in diesem milliardenschweren Handel und ermöglichen kriminellen Netzwerken durch Lücken in den Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche sowie in der Handelspolitik ihre Aktivitäten.

Ein Großteil des Goldes aus dem illegalen Goldabbau in Kolumbien – der mittlerweile für das organisierte Verbrechen rentabler ist als der Kokainhandel – wird beispielsweise über Briefkastenfirmen in die US-Märkte geschleust. Im Jahr 2023 betrug der Wert dieser Goldlieferungen etwa 1,4 Milliarden US-Dollar, wobei 80% davon vermutlich aus illegalen Aktivitäten stammen, so der Bericht.

Peru gilt als Epizentrum der illegalen Goldkrise in Lateinamerika. Das Land liefert fast die Hälfte des illegalen Goldhandels in der Region. Dies sei auf eine schwache Regierungsführung und einen großen informellen Bergbausektor zurückzuführen. Im Jahr 2023 importierten die USA Gold im Wert von fast einer Milliarde US-Dollar aus Peru und festigten damit ihre Rolle in dieser Krise.

Yansura kommt zu dem Schluss, dass der illegale Goldhandel nicht nur ein Umweltproblem, sondern auch eine erhebliche Sicherheitsbedrohung darstellt. Der FACT-Bericht plädiert für eine strengere US-Politik, um Schlupflöcher im Zusammenhang mit Geldwäsche zu schließen und internationale Bemühungen zur Bekämpfung des illegalen Bergbaus zu unterstützen. Sie fordert entschlossene Maßnahmen, um diese schädlichen Goldströme zu unterbinden.


© Redaktion MinenPortal.de



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