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Ölpreise stabilisieren sich - Natural Gas mit höchstem Verlust seit 9 Monaten

06.05.2013  |  Frank Klumpp (LBBW)
Brent pendelt um die 100-Dollar-Marke

Seit Mitte Februar setzen sich die fundamentalen Faktoren an den Ölmärkten durch: Gut gefüllte Lagerbestände, ein hohes Rohölangebot weltweit sowie Bedenken um eine schwächelnde Nachfrage nach verhaltenen Konjunkturdaten in China und Europa sorgten für fallende Preise der beiden Benchmarks Brent und WTI. Zuletzt stabilisierten sich die Preise wieder.

Unter der Brent-Marke von 100-US-Dollar wuchs die Sorge um Angebotsverknappungen durch die OPEC, und zudem gerieten geopolitische Themen nach dem mutmaßlichen Giftgaseinsatz von Syriens Machthabern zurück auf die Agenda. US-Leichtöl WTI entwickelte sich im bisherigen Jahresverlauf stabiler als Brent, so dass die Preisdifferenz zwischen beiden Ölsorten auf Spotbasis 2013 um über 10 US-Dollar auf nunmehr unter rund 9 US-Dollar zurückging.

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Gasoil unter Druck

Naturgemäß gaben im Einklang mit den Brent-Preisen auch die Preise für europäische Mitteldestillate (Heizöl und Diesel) nach. Allerdings mussten parallel hierzu die Raffinerien auch geringere Margen akzeptieren; der 1:1 Brent-Gasoil Crack-Spread notierte zuletzt mit unter 14 US-Dollar auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Daher kam der Gasoil-Preis sogar noch stärker unter Druck als die Ölsorte Brent.

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Natural Gas gibt stark nach

Nach den kräftigen Kurseinbußen der vergangenen Jahre wegen des durch Fracking verursachten Überangebots erholte sich US-Erdgas im laufenden Jahr kräftig, nicht zuletzt aufgrund der kälteren Witterung in Nordamerika. Die Rallye nährte die Rallye, auch weil US-Erdgas spekulative Nachfrager am Terminmarkt anzog. Zwischenzeitlich erreichten die Netto-Longpositionen CFTC-Daten zufolge sogar den höchsten Stand seit vier Jahren. Dies erklärt auch die heftigen Kurseinbußen vom Donnerstag, 02.05., als der Preis für Henry Hub Natural Gas über 7% nachgab.

Offenbar mussten eine Reihe von Longinvestments glattgestellt werden, nachdem der Lageraufbau in der letzten Woche über den Erwartungen ausgefallen war. Insgesamt wurden 43 Mrd. Kubikfuß eingelagert, erwartet wurden lediglich 28 Mrd. Kubikfuß. Der Druck auf die Gaspreise dürfte vorerst anhalten: Zum einen ist der spekulative Überhang vermutlich noch nicht abgebaut, und zum anderen ist der "Coal-to-Gas-Switch" für die US-Kraftwerksbetreiber in der aktuellen Preiskonstellation weniger attraktiv.

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© Frank Klumpp, CFA
Commodity Research

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart



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