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Ölnachfrage wird allmählich nach unten korrigiert

13.04.2013  |  Frank Klumpp (LBBW)
Ölpreise zuletzt stark unter Druck

Nach einem starken Start ins Jahr 2013, der den Preis für die Sorte Brent auf knapp 120 US-Dollar führte, gab vor allem Brentöl zuletzt wieder nach. Da das US-Pendant WTI weniger stark korrigierte, lief die Schere zwischen den beiden Benchmarks wieder zusammen. Offenbar besannen sich die Marktteilnehmer zuletzt stärker auf die Fundamentals, die eher für rückläufige Preise sprechen. Die Rohölnachfrage im laufenden Jahr wächst aufgrund der Euro-Krise und Verbesserungen der Energieeffizienz nur moderat. Dieses Wachstum wird von einer deutlichen Ausweitung des Ölangebots begleitet, das vor allem vom Förderboom in den USA getragen wird.

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Nachfrageschätzungen nach unten korrigiert

Die Skepsis über die Entwicklung der globalen Ölnachfrage im laufenden Jahr erhielt nach der Veröffentlichung der jüngsten Monatsberichte von EIA, IEA und OPEC neue Nahrung, die allesamt ihre Schätzungen nach unten korrigierten. So erwartet die OPEC nun ein Wachstum von 800.000 Barrel pro Tag (bpd), 40.000 Barrel weniger als im Vormonat. Die amerikanische Statistikbehörde EIA senkte ihre Erwartungen für 2013 um 130.000 bpd auf 800.000 Barrel, und die Internationale Energieagentur in Paris IEA reduzierte ihre Prognose um 25.000 Barrel auf 795.000 Barrel. Zwar sind die Revisionen insgesamt überschaubar, führten aber an den Ölmärkten zu entsprechenden Negativschlagzeilen. Wir belassen unsere Einschätzung noch bei einem Plus von 900.000 Barrel.

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US-Lagerbestände auf Rekordniveau

Die insgesamt gute Versorgungslage an den Ölmärkten zeigte sich einmal mehr anhand der jüngsten Lagerdaten aus den USA. Sowohl landesweit als auch im Nadelöhr Cushing legten die Bestände zu. In den USA wurde mit nahezu 390 Mio. Barrel das höchste Niveau seit Juli 1990 erreicht, und in Cushing lagern 889.000 Barrel mehr als noch in der Vorwoche. Dort bewegen sich die Bestände mit 50,1 Mio. Barrel unweit des Rekordhochs (51,8 mb) vom Januar diesen Jahres. Von fundamentaler Seite dominieren also derzeit Nachrichten, die für weiter fallende Ölpreise sprechen. Die schwelenden geopolitischen Krisenherde haben jedoch stets das Potenzial, das derzeit stabile Ölangebot zu stören. Zudem dürfte bei weiter fallenden Preisen vor allem Saudi-Arabien seine Fördermenge weiter reduzieren.

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© Frank Klumpp, CFA
Commodity Research

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart



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