Commodities Weekly: Marktkommentar
Strategie: Nachdem EZB-Präsident Draghi auf der Pressekonferenz vorsichtige Töne anschlug und Wachstumsrisiken betonte, stützten starke Handelsbilanzdaten aus China zuletzt die Preise der konjunktursensitiven Rohstoffsektoren. Da sich positive und negative Nachrichten derzeit die Waage halten, dürfte sich der Konsolidierungskurs des DJ UBS Spotindex zunächst fortsetzen.
Performance:
In der laufenden Handelswoche verbuchten die Rohstoffindizes überwiegend Kursverluste. Die Ausnahmen bildete die LBBW-Indexfamilie, der die Ausrichtung "ex-Agrar" zugute kam. Die DJ UBS Subindizes Agrar, Vieh und Softs gaben im Wochenvergleich zwischen 1,8% und 3,3% nach. Auch die marktneutrale Variante LBBW Rohstoffe Long Short verbuchte Zugewinne. Der Index profitierte u.a. von der Ausweitung des Spreads zwischen Brent und WTI.
Energie:
Positive Konjunkturaussichten, gepaart mit politischen Risiken in Nahost dürften zum vierten Wochengewinn in Folge für die Ölsorte Brent führen. Hoffnungen um eine diplomatische Lösung im Konflikt mit dem Iran erhielten einen Rückschlag, nachdem das geistliche Oberhaupt Chamenei ein Gesprächsangebot der USA ablehnte. Vorläufig bleibt der Aufwärtstrend intakt. Wir gehen jedoch davon aus, dass Saudi-Arabien seiner Rolle als Swing-Producer bald wieder nachkommen und das Ölangebot ausweiten wird.
Edelmetalle:
Der Platinpreis schwang sich in dieser Woche zu einem 12-Monats-Hoch auf und Palladium stieg sogar auf ein 18-Monats-Hoch. Hintergrund ist bei beiden Edel-metallen ein Förderrückgang in Südafrika bzw. Russland. Ein weiterer Anstieg des Platinpreises dürfte aber von der eher rückläufigen Nachfrage gebremst werden.
Basismetalle:
Die Metallmärkte haben eine vergleichsweise ruhige Woche hinter sich. Zu Anfang der Berichtswoche sorgten freundliche US-Daten für positive Impulse. Im weiteren Wochenverlauf führten dann wieder aufkeimende Sorgen bezüglich der Schuldenkrise in den südeuropäischen Ländern sowie ein stärkerer US-Dollar für gegenläufige Tendenzen. Auf dem Kupfermarkt setzte sich der zuletzt zu beobachtende Anstieg der Lagerbestände weiter fort. Richtungsweisende Nachrichten aus dem Reich der Mitte dürften erst wieder nach Ende des in der nächsten Woche stattfindenden Neujahrsfests zu erwarten sein.
© Frank Klumpp, CFA
Commodity Research
Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart
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