Peking - (www.emfis.de) - Der Zwischenbericht des chinesischen Öl-Multis CNOOC hatte eine böse Überraschung parat. Daraufhin kam es an der Börse Hongkong zu einem Kursrutsch.
Der Nettogewinn von CNOOC ist im ersten Halbjahr um 19 Prozent auf 31,87 Milliarden Yuan (5 Milliarden US-Dollar) zurückgegangen. Laut einer Umfrage von Bloomberg hatten Analysten einen Gewinn von 35,07 Milliarden Yuan erwartet. Der Umsatz ist um 5 Prozent auf 118,27 Milliarden Yuan zurückgegangen.
Belastend wirkte in den ersten sechs Monaten unter anderem der schwächere Ölpreis. Aufgrund der Schuldenkrise in Europa ist der Preis für Brent seit Jahresbeginn um 13 Prozent zurückgegangen.
Auch bei der Ölproduktion wurde ein Minus von 4,6 Prozent auf 160,9 Millionen Barrel verzeichnet. Dies ist vor allem auf die Schließung des Penglai 19-3 Ölfelds zurückzuführen. Im vergangenen Herbst wurde die Produktion nach einem Ölleck eingestellt. CNOOC wartet derzeit darauf, dass die staatlichen Behörden die Wiederaufnahme der Produktion absegnen.
Expansion stützt Produktionsvolumen
Da CNOOC eine aggressive Expansionspolitik verfolgt, soll in diesem Jahr das angepeilte Produktionsziel jedoch erreicht werden. Neben der Übernahme des kanadischen Ölkonzerns Nexen hat das Unternehmen in diesem Jahr offshore bereits zehn neue Gas- und Ölfelder entdeckt. Das Volumen der gesicherten Ölreserven wird sich allein durch die Übernahme von Nexen um etwa 30 Prozent vergrößern, während sich die Produktion voraussichtlich um zirka 20 Prozent vergrößern wird. Darüber hinaus besitzt CNOOC Assets in Nigeria, Kolumbien, Jemen, Polen und im Golf von Mexiko.
An der Börse Hongkong steht der Kurs von CNOOC Ltd derzeit 3,7 Prozent im Minus auf 14,98 Hongkong-Dollar.
Lesen Sie zu diesem Thema auch den Beitrag "Scheitert die Übernahme von Nexen durch CNOOC?" auf www.emfis.de .
Für den Inhalt des Beitrages ist allein der Autor verantwortlich bzw. die aufgeführte Quelle. Bild- oder Filmrechte liegen beim Autor/Quelle bzw. bei der vom ihm benannten Quelle. Bei Übersetzungen können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Der vertretene Standpunkt eines Autors spiegelt generell nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers wieder. Mittels der Veröffentlichung will dieser lediglich ein pluralistisches Meinungsbild darstellen. Direkte oder indirekte Aussagen in einem Beitrag stellen keinerlei Aufforderung zum Kauf-/Verkauf von Wertpapieren dar. Wir wehren uns gegen jede Form von Hass, Diskriminierung und Verletzung der Menschenwürde. Beachten Sie bitte auch unsere AGB/Disclaimer!