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Edelmetalle Aktuell

15.06.2012  |  Sonia Hellwig (Heraeus)
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Mit Spanien (bzw. den Banken) schlüpft bereits das vierte Euro-Land nach Griechenland, Irland und Portugal unter den Euro-Rettungsschirm (ESM). Im Gegensatz zu den Vorgängern wird es jedoch in Anerkennung für den eingeschlagenen Sparkurs lediglich Auflagen für seinen Finanzsektor erhalten.


Silber

Mit vergleichsweise geringer Volatilität präsentiert sich gegenwärtig das Silber.

Das Niveau knapp über 27 $ je Unze bietet Unterstützung, dagegen wird die Luft Richtung 30 $ je Unze dünner. Offensichtlich trauen sich vermehrt die professionellen Anleger zurück in das Metall, was sich auch durch einen Anstieg der Longpositionen an den Terminmärkten widerspiegelt. Hier er-höhten Marktteilnehmer ihre Pluspositionen in den vergangenen zwei Wochen um 15 Prozent, während ETF Anleger ihre Bestände unwesentlich verringerten. Gerüchte um die Planung eines Wirtschafts-Stimulationspakets in China führten zwischenzeitlich zu Kursgewinnen bis auf 28,75 $ je Unze, bevor Silber zum Monatsultimo wieder bis auf 27,40 $ zurückfiel.

Silber hat in den vergangenen zweieinhalb Monaten in USD/Oz. ca. 11 Prozent an Wert verloren, während Gold nur 3 Prozent verlor. So legte Silber im vielbeachteten Gold-Silber Ratio weiter zu und testete den in 2011 erreichten Höchstwert von 57,35. Es konnte sich jedoch nicht auf dem Niveau halten und fiel schon kurze Zeit später wieder auf 54,80 zu-rück.

Dennoch bleibt das Ratio zu beobachten, da der höhere Wert zur Zeit den charttechnischen Widerstand darstellt.


Platin

Noch Ende Mai versuchte der Platinpreis das Unterstützungsniveau bei 1.380 $ je Unze zu unterschreiten, jedoch halfen wie-der einmal industrielle Käufer den Kurs des weißen Metalls zu stabilisieren.

Mehrere Faktoren sorgten für den Preisanstieg: zum einen die überraschende chinesische Zinssenkung, zum anderen die Ankündigung der Platinproduzenten Aquarius und Anglo American Platinum, die Platinproduktion ihrer Beteiligungsmiene Marika-na zu reduzieren.

Letztlich sorgte aber auch die Stabilisierung der Aktienmärkte für eine positive Grundstimmung. Die hohe Abhängigkeit des Platinpreises von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zeigt sich in der mathematischen Korrelation von Platin zur den Europäischen Aktienbörsen. So lag das Kurs-Abhängigkeitsverhältnis von Platin zum EURO STOXX 50 Index in den letzten 6 Monaten bei 93 Prozent. Die Aktienbörsen antizipieren die aktuelle und zukünftige Wirtschaftssituation wohl zur Zeit am stärksten.

Die Gesamt-Positionen an allen Terminbörsen konnten im Berichtszeitraum marginal zulegen. Einzig asiatische Anleger verringerten an der Börse TOCOM ihre Gesamtbestände in den letzten beiden Wochen um 25 Prozent.

Das Überschreiten des kurzfristigen Widerstands bei 1.466 $ je Unze führte aber wieder zum verstärkten Aufbau von Long-Positionen und es ist zu erwarten, dass nun die psychologische Marke von 1.500 $ angegangen wird.


Palladium

Im Windschatten von Platin konnte auch Palladium im Berichtszeitraum zulegen. Die Anfang Juni publizierten enttäuschen-den Arbeitsmarktzahlen aus den USA und der ebenfalls maue Marktstimmungswert des Chicago PMI‘s lasteten zunächst auf dem Palladium. Erst aufkommende Hoffnung durch eine weitere Liquiditätsspritze der FED führten zu einer deutlichen Stabilisierung über 600 $ je Unze.

In den letzten Tagen bewegte sich Palladium dann in einer Handelsspanne von 610 $ - 630 $ je Unze. Hier bildet die Trendline bei 609 $ Unterstützung, während der Kurs-widerstand bei $ 632 bis dato hält. Ein Durchbrechen des Widerstandes sollte zur Herausforderung der vielbeachten charttechnischen Fibonacci-Marke (61.8 Prozent) bei 648 $ je Unze führen.

Die Analysten der Commerzbank erwarten zum Jahresende jedenfalls einen Palladiumpreis von 750 $ je Unze. Wir halten weiterhin an unserer Prognose mit einer Spanne zwischen 600 $ - 700 $ die Unze fest.


Rhodium, Ruthenium, Iridium

Bei den kleinen Platinmetallen kam es ein-zig bei Rhodium im Berichtszeitraum zu nennenswerten Kursänderungen. Rhodium verlor fast 100 $ je Unze auf aktuell 1.210 $ - 1.260 $ je Unze. Grund hierfür waren kontinuierliche Verkäufe von Händlerseite. Iridium und Ruthenium liegen aktuell unverändert bei 1.025 $ - 1.085 $ und 95 $ - 115 $ je Unze.


© Sonia Hellwig
Senior Manager Sales und Marketing
Heraeus Metallhandelsgesellschaft mbH



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Alle im Bericht genannten Preise sind Geldkurse im Interbankenmarkt, die Charts basieren auf Thomson Reuters.

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