Die in der Tendenz seit dem Frühjahr anhaltende Abwärtsbewegung des Silberpreises wurde Mitte August plötzlich gestoppt. Zeitgleich mit Gold drehte der Preistrend für Silber schlagartig nach oben, nachdem die US-Notenbank überraschend den Diskontsatz um 50 Basispunkte gesenkt hatte. Der Knackpunkt für beide Edelmetalle ist der USD-Wechselkurs, der in Bewegung geraten war.
Die nochmalige Dollarabwertung ist der ursächliche Preistreiber für Gold, welches den Silberpreis mit nach oben zieht, allerdings in abgeschwächter Form: Silber verliert relativ zu Gold an Stärke. Seit Jahresanfang gerechnet gibt es keinen nennenswerten Zusammenhang zwischen dem Silberpreis und dem USD-Wechselkurs, seit Mitte August gerechnet beläuft sich die Korrelation jedoch auf beachtliche 97%. Im Gegensatz zum gelben Edelmetall halten sich aber die Spekulanten mit den Netto-Long-Positionen eher zurück, dies ist ein Grund für die im Vergleich zu Gold moderatere Silberpreisentwicklung.
2. Fundamentale Faktoren
Das Angebots- und Nachfrageverhältnis stützt mittel- bis langfristig den Silberpreis. Die Minenproduktion, die mit 70% den wichtigsten Teil des Silberangebots ausmacht, nimmt zwar moderat zu. Doch auch die Nachfrage nach Silber ist kräftig. Denn über die Hälfte der Silbernachfrage kam im Jahr 2006 von der Industrie und nur knapp 30% ging auf die Schmuckherstellung zurück. Somit hängt der Silberpreis stark von der konjunkturellen Entwicklung der Weltwirtschaft ab. Trotz der aktuellen Risiken für die US- und damit die Weltkonjunktur rechnen wir für das Jahr 2007 mit einer dynamischen Expansion der Weltwirtschaft um ca. 5%.
3. Unsere Meinung:
In den nächsten Wochen dürfte der Silberpreis weiter am US-Dollar und an der Goldpreisentwicklung hängen und damit Potenzial nach oben haben, eine anschließende Abwärtskorrektur ist aber nicht ausgeschlossen. Auf Sicht von 6 und 12 Monaten stehen die Zeichen fundamental auf steigende Silberpreise.
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