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China: Strommangel spitzt sich zu - Kohle-Preise steigen weiter

30.05.2011  |  Rainer Hahn
RTE Peking - (www.emfis.com) - Der Strommangel in China hat bereits eingesetzt, und dürfte sich in den kommenden Monaten weiter verschärfen. Wie die Nachrichtenagentur "Xinhua" unter Berufung auf ein Mitglied der staatlichen Stromregulierungs-Komission mitteilte, herrsche in den Provinzen Zhejiang, Hunan und Guizhou sowie in der Millionenstadt Chongqing bereits seit Anfang März Strommangel. In den kommenden Monaten werde sich dies insbesondere auf die dicht besiedelten Küstenprovinzen und die Metropole Shanghai ausweiten. In der Spitze würden rund 40 Gigawatt an Kraftwerksleistung fehlen.

Der derzeitige Strommangel sei insbesondere auf den deutlichen Anstieg des Bedarfs zurückzuführen. Für 2011 sei beim Verbrauch ein Wachstum von weiteren 13,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu erwarten. Der Aufbau neuer Kraftwerke habe damit nicht Schritt halten können. Daneben würden auch zu wenige Hochspannungsleitungen zur Verfügung stehen, die den Strom auf weite Strecken in die Regionen mit dem stärksten Verbrauch umleiten könnten.


Chinas Kohlepreise ziehen an

Der entscheidende Faktor sei allerdings der Mangel an kurzfristig verfügbarer Kraftwerks-Kohle. Dieser habe bereits bisher dazu geführt, dass in der Spitze Kraftwerks-Kapazitäten von bis zu 9,8 Gigawatt ausgefallen seien. Laut "Bloomberg" sind die chinesischen Kohle-Preise zuletzt sieben Wochen in Folge gestiegen, und würden sich inzwischen wieder auf dem höchsten Niveau seit 2008 befinden. Rund 70 Prozent des chinesischen Stroms werden weiterhin in Kohlekraftwerken produziert.
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