Die Ölpreise setzten am Donnerstag ihren Rückgang fort und fielen laut Reuters auf ein seit dem Ausbruch des jüngsten Iran-Konflikts nicht mehr erreichtes Niveau. Brent-Rohöl gab um 1,65% auf 72,52 $ pro Barrel nach, während US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) um 1,45% auf 69,32 $ fiel. Grund hierfür war die Konzentration der Händler auf die sich verbessernden Versorgungsbedingungen im Nahen Osten.
Die Marktstimmung wurde durch die Wiederaufnahme der Öllieferungen durch die Straße von Hormus bestimmt. US-Energieminister Chris Wright erklärte, der Verkehr durch die Meerenge habe fast wieder das Niveau vor dem Konflikt erreicht, auch wenn eine vollständige Normalisierung aufgrund der laufenden Minenräumarbeiten noch mehrere Wochen dauern könne.
Zusätzlicher Abwärtsdruck ergab sich aus der Erwartung, dass der Iran nach einer vorübergehenden Lockerung der US-Sanktionen seine Ölexporte steigern könnte. Die Wiedereröffnung der Schifffahrtsrouten und diplomatische Bemühungen unter Einbeziehung der Golfstaaten milderten die Sorgen um Versorgungsengpässe weiter.
Analysten gehen davon aus, dass sich die Ölpreise weiter in Richtung des Vorkriegsniveaus bewegen werden, da sich die Lieferketten anpassen und die regionalen Spannungen nachlassen. Obwohl die US-Rohölvorräte auf den niedrigsten Stand seit 1984 gesunken sind, ignorierten die Märkte diese Daten weitgehend und konzentrierten sich stattdessen auf die sich verbessernden Aussichten für die Ölversorgung aus dem Nahen Osten.
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