Öl bricht eher nach oben aus Seitwärtsrange aus
Anfang Oktober monierten wir ein unglückliches Chance-Risiko-Profil auf der Longseite und Divergenzen auf Tagesbasis, aber der Future schaffte noch einen dritten Hausseschub und hält sich nun seit über vier Monaten in der Range zwischen knapp 70 USD und gut 80 USD auf. Weiteren Gewinnen in Richtung der ehemaligen Unterstützungszone aus dem vierten Quartal 2007 bei ca. 87,20 USD stehen aktuell der 100er weekly SMA, die Kurshürde bei 80 USD und das obere weekly Bollinger Band bei 81,30 USD im Weg. Sowohl die relativ lange Konsolidierungsphase als auch die auf ca. 11 USD zusammengelaufenen Bollinger Bänder bereiten jedoch schon den Boden für einen neuen Impuls. Auf der Unterseite hat die Unterstützungszone bei knapp 70 USD Anfang Februar dem seit Jahresbeginn herrschenden Druck trotz hoher Umsätze standgehalten und in diesem Bereich stützen der 50er weekly SMA, das untere Bollinger Band und eine Linie aus verbundenen Zwischentiefs seit dem Jahreswechsel 2008/2009. Die nächsten Marken darunter liegen bei knapp 66 USD und ca. 60 USD

Indikatorenseitig bestätigen der weekly MACD und der RSI die lange Seitwärtsbewegung. Die weekly Slow Stochastics als Paradeindikator für trendlose Phasen steigen aktuell in der neutralen Zone und hätten seit dem vergangenen Juni gute Signale für antizyklisches Rangetrading geliefert.
Fazit: Sowohl bei gut 80 USD als auch bei knapp 70 USD häufen sich die technischen Marken. Für deutliche in eine Richtung weisende Dynamik ist ein neues Jahreshoch oder ein neues Jahrestief die Voraussetzung. Aber insbesondere die Bollinger Bands erhöhen die Wahrscheinlichkeit für ein baldiges Ende der langen Seitwärtsphase. Wir sehen deshalb leichte Vorteile für einen Ausgang auf der Oberseite.
© Manfred Wolter
Commodity Analyst
Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart
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