Nach den Zahlen der USDA befinden sich die Lagerbestände auf ein 32-jähriges Tief und die Knappheit wird wohl den ganzen Sommer anhalten. Die Behörde geht davon aus, das 110 Millionen Scheffel Sojabohnen weniger auf dem Markt kommen. Damit kommen nun die Folgeprodukte der Bohnen immer mehr in den Fokus - Sojamehl als Tierfutter und Sojaöl für unsere Nahrung. Doch auch die Gewinnung von Bioethanol bei den steigenden Rohölpreis gewinnt wieder an Bedeutung
Die Angst des Marktes, dass den USA als größten Anbauer und Exporteur von Sojabohnen die Ware in Sommer ausgehen kann, treibt weiter die Preise nach oben. China spielt da als größter Importeur ein entscheidende Rolle mit. Bis jetzt haben die Chinesen mit einer Rekordgeschwindigkeit alles gekauft, was zu kaufen war – Chinas Importe stiegen um 27 Prozent zum letzten Jahr. Mehr als die Hälfte alle amerikanischen Exporte gehen nach China! Nun hofft der Markt, das China seine Importe weiter nach hinten zu den neuen Ernte verlegt. Dies ist der einzige Weg, um die Lagerbestände zu strecken, ansonsten werden die Lager leer werden!
Was jetzt aber auch noch hinzu kommt, ist eine starke Nachfrage bei Sojamehl. Die Preise sind höher als im Juli 2008! Nur beim Sojaöl bleibt es ruhig.
Sehen wir uns die Forwardkurven der einzelnen Märkte an.
Das Bild ist uns seit Wochen vertraut. Viele Spread Positionen basieren auf den Juli und November Kontrakt – aber auch August gegen November wird immer interessanter. Ab September fängt die neue Ernte an. Die Zahlen aus dem COT Report sprechen auch eine deutliche Sprache – die Commercials rechnen mit einem Rückgang der Preis im Frontmonat Juli und ab Juli zeigt auch die Saisonalität wieder nach unten. Ein guter Zeitpunkt für den Aufbau einer neuen Position.
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