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Irankrieg: Warum dieser Konflikt den Ölmarkt und die Weltwirtschaft erschüttern könnte

10:53 Uhr
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Wird dieser Seeweg blockiert, selbst nur temporär, sprechen wir von einem Angebotsschock. Steigende Ölpreise, neuer Inflationsdruck und Turbulenzen an den Kapitalmärkten wären die unmittelbare Folge. Genau deshalb versucht die OPEC+ bereits gegenzusteuern und signalisiert Produktionsausweitungen.

Hinzu kommt: Der Iran muss die Meerenge nicht einmal physisch sperren. Es genügt, wenn sie wirtschaftlich unpassierbar wird. Explodieren die Versicherungsprämien oder werden Policen gestrichen, drehen Reeder freiwillig ab. Was gestern noch 20 Millionen Barrel pro Tag waren, kann morgen faktisch null sein. Nicht wegen Minen im Wasser, sondern wegen unbezahlbarer Risiken auf dem Papier.


Der Ölpreis im historischen Kontext

Schauen wir uns die Historie des Ölpreises an. Jedes Mal, wenn der Preis explodiert ist, gab es einen klaren geopolitischen Auslöser. 1973: das OPEC-Embargo. Der Ölpreis vervierfacht sich. 1979: die Iran-Krise. Das Öl verdoppelt sich innerhalb von 18 Monaten. 1990: der Golfkrieg. Erst der Spike, dann der Einbruch. 2008: explodierende China-Nachfrage plus Finanzkrise. 140 Dollar pro Barrel. 2022: Russland-Ukraine. Über Nacht 115 Dollar.

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Und jetzt? Februar 2026. US- und israelische Schläge gegen den Iran sind bestätigt. Iranische Raketen schlagen in der Nähe von Golf-Stützpunkten in Abu Dhabi, Bahrain und Kuwait ein. Und trotzdem steht Öl bei gerade einmal 70 Dollar? Das wirkt auf den ersten Blick paradox – außer die Märkte preisen bereits ein, dass die Eskalation begrenzt bleibt und schnell vorübergeht.

Genau hier liegt der entscheidende Punkt: Märkte handeln Erwartungen. Wenn Investoren davon ausgehen, dass Hormuz offen bleibt und es bei einem kurzen Schlagabtausch bleibt, bleibt der Risikoaufschlag moderat. Dreht diese Erwartung jedoch, kann sich das Preisniveau abrupt verändern.


Drei Szenarien für Ölpreis und Weltwirtschaft

Im Grunde genommen lassen sich drei mögliche Szenarien für die kommenden Wochen abzeichnen.

Im ersten Szenario bleibt die Straße von Hormuz offen und der Konflikt deeskaliert schnell. Der Ölpreis steigt kurzfristig Richtung 90 oder 100 Dollar pro Barrel und stabilisiert sich anschließend wieder. Ein klassischer geopolitischer Spike – Angst wird eingepreist und wieder ausgepreist.

Im zweiten Szenario wird Hormuz für Wochen blockiert oder faktisch lahmgelegt. Dann reden wir über 130 bis 150 Dollar pro Barrel. Ein massiver Inflationsschock, steigende Produktionskosten und erheblicher Druck auf hoch verschuldete Staaten wären die Folge.

Im dritten Szenario eskaliert der Konflikt weiter, mehrere Akteure werden hineingezogen und die Energieflüsse bleiben länger gestört. Ölpreise über 200 Dollar wären möglich. Eine Stagflation wie in den 1970er-Jahren würde Realität werden.

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Historisch profitieren insbesondere Energieunternehmen von starken Ölpreisbewegungen nach oben. Während steigende Energiepreise für viele Branchen belastend wirken, können Produzenten, Explorationsunternehmen oder integrierte Ölkonzerne ihre Margen deutlich ausweiten.


Absicherung gegen Ölpreis-Spikes: Strategisch positionieren statt reagieren

Wer sein Portfolio gegen mögliche Ölpreis-Spikes absichern möchte, kann daher gezielt auf ausgewählte Ölaktien setzen. Sie fungieren in geopolitischen Krisenphasen häufig als natürliche Hedge-Komponente im Depot, da steigende Ölpreise direkt auf Umsatz und Cashflow durchschlagen.

Ein weiterer Vorteil: Viele etablierte Ölunternehmen zahlen attraktive Dividenden. In einem Umfeld erhöhter Unsicherheit können stabile, hohe Ausschüttungen einen wichtigen Beitrag zur Gesamtrendite leisten und gleichzeitig laufende Erträge sichern. Gerade große Produzenten mit soliden Bilanzen und niedrigen Förderkosten kombinieren oft Kurschancen mit verlässlichen Dividendenströmen.

Entscheidend bleibt jedoch die Auswahl. Nicht jede Ölaktie profitiert gleichermaßen. Unterschiede bei Förderkosten, Verschuldung, politischem Risiko und regionaler Exponierung sind erheblich. Im Friedrich Report haben wir unter anderem ein Ölunternehmen aus Südamerika vorgestellt, das geographisch außerhalb klassischer geopolitischer Krisenherde wie dem Nahen Osten operiert. Ein solcher Standortvorteil kann in angespannten Zeiten zusätzliche Stabilität bringen, da operative Risiken nicht unmittelbar von Konflikten im Persischen Golf abhängen.

Eine strukturierte Auswahl qualitativ hochwertiger Energie- und Rohstoffwerte findet sich im Friedrich Report. Wer sich strategisch positionieren möchte, statt erst im Krisenfall zu reagieren, kann dort konkrete Titelideen und fundierte Hintergrundanalysen einsehen. Für Leser besteht zudem aktuell die Möglichkeit, mit dem Rabattcode "Apollo" 10 Prozent Preisnachlass auf das Abonnement zu erhalten.

Gerade in Phasen erhöhter geopolitischer Unsicherheit gilt: Absicherung ist kein Spekulationsinstrument, sondern aktives Risikomanagement. Ein gezielter Rohstoffanteil – insbesondere im Energiesektor – kann helfen, makroökonomische Schocks im Portfolio abzufedern, während gleichzeitig laufende Erträge generiert werden.


Fazit

Die Straße von Hormuz ist mehr als nur eine Meerenge. Sie ist ein globaler Hebel. Solange sie offen bleibt, bleibt die Eskalation kontrollierbar. Wird sie über mehrere Wochen blockiert, verändert sich das Kräfteverhältnis am Ölmarkt schlagartig.



© Marc Friedrich
www.friedrich-partner.de


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