US-Rüstungskonzern Lockheed Martin Corp. kehrt in den Tiefseebergbausektor zurück und führt Gespräche mit mehreren Bergbauunternehmen, um Partnerschaften zu erkunden, die den Zugang zu den Lizenzen des Unternehmens für den Meeresboden in der Clarion-Clipperton-Zone (CCZ) im Pazifik ermöglichen würden. Dies geht aus einem Bericht von Mining.com hervor.
Die in den 1980er Jahren erteilten und bisher ungenutzten Lizenzen wurden 2023 vorübergehend verkauft, als Lockheed seine britische Tochtergesellschaft UK Seabed Resources veräußerte. Anschließend meldete UK Seabed Resources Konkurs an und gab die Lizenzen an Lockheed zurück.
Nun prüft das Unternehmen in enger Zusammenarbeit mit dem Pentagon Optionen zur Sicherung kritischer Rohstoffe, da das Interesse der US-Regierung gestiegen ist. Dies wurde durch eine Verfügung von Präsident Trump unterstrichen, die die Rechte der USA am internationalen Meeresbodenbergbau festschreibt und dessen strategische Bedeutung betont. Die Lizenzen umfassen polymetallische Knollen, die reich an Metallen sind, die für Elektrofahrzeuge und Elektronik wichtig sind. Nach Schätzungen der USA könnten über eine Milliarde Tonnen dieser Knollen abgebaut werden, was die Wirtschaft ankurbeln und Arbeitsplätze schaffen könnte.
Das Interesse nordamerikanischer Bergbauunternehmen – darunter die kanadische The Metals Company – ist gestiegen, doch die Branche sieht sich regulatorischen Hürden gegenüber. Die von den Vereinten Nationen eingerichtete Internationale Meeresbodenbehörde (ISA) verhandelt über Umwelt- und Wirtschaftsstandards und soll wichtige Entscheidungen über die Abbaubedingungen treffen. In der Zwischenzeit regulieren die USA den Meeresbodenbergbau weiterhin eigenständig durch die NOAA. Insgesamt möchte Lockheed eine Vorreiterrolle bei der umweltverträglichen Gewinnung von Ressourcen am Meeresboden einnehmen und möglicherweise einen weltweiten Standard setzen.
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